Ice Cross Downhill in Lausanne begeistert das Publikum

Halsbrecherische Fahrt durch Eiskanal

Halsbrecherische Fahrt durch Eiskanal

Gegen 100 tollkühne Eisläufer sind am Freitag und Samstag in Lausanne halsbrecherisch einen Eiskanal hinuntergerast. Sie kämpften um den Sieg in der Disziplin Ice Cross Downhill, eine Art Boarder-Cross auf Schlittschuhen.

Gemäss Angaben der Organisatoren standen allein am Samstagabend 40 000 Menschen entlang der 400 Meter langen Eisrinne, die vom Schlossberg auf den grossen Innenstadtplatz Riponne führte. Enge Kurven und Sprünge sowie Tempi bis zu 60 Stundenkilometer sorgten dabei für Spektakel.

Gleich wie beim Ski- und Boarder-Cross gehen beim Ice Cross Downhill jeweils vier Konkurrenten gleichzeitig an den Start. Die zwei Ersten eines Laufs qualifizieren sich für die nächste Runde. In einem rein skandinavischen Finale setzte sich der Schwede Jasper Felder vor drei Finnen durch.

Trotz des grossen Zuschauerinteresses stiess der vom Getränkehersteller Red Bull organisierte Wettkampf nicht bei allen Lausannerinnen und Lausannern auf Gegenliebe. Politiker von links bis rechts hatten am vergangenen Dienstag das Ereignis im Stadtparlament scharf kritisiert.

Sie fanden den Aufwand für das dreistündige Spektakel übertrieben. Der Bau der Bahn beanspruchte zwei Wochen und verursachte in der Innenstadt Verkehrsbehinderungen. Zudem war die Herrichtung der Eisbahn bei den derzeit milden Temperaturen energieintensiv. Für die Stadtparlamentarier war das schlicht Energieverschwendung.

Die rot-grüne Stadtregierung verteidigte den Anlass. Eine Güterabwägung habe erbracht, dass der Anlass das Image von Lausanne als Sportstadt stärke, sagte das zuständige Exekutiv-Mitglied.

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