Grund dafür ist die günstiger gewordene Beschaffung des Erdgases für die IBW. «Für ein mit Erdgas beheiztes durchschnittliches Einfamilienhaus bedeutet das eine Einsparung an Energiekosten von rund neun Prozent auf die gesamte Heizsaison berechnet», verdeutlicht Geschäftsleiter Peter Lehmann. Der Gemeinderat hat den Antrag auf eine Kostenreduktion bereits bewilligt.

Versorgungsnetz wächst

Der Erdgaspreis wird im gesamten Versorgungsgebiet der IBW gesenkt. Dazu gehören derzeit neben Wohlen die Gemeinden Villmergen, Waltenschwil, Büttikon, Dottikon und Dintikon. «Wir stehen ausserdem in Verhandlungen mit Boswil. Wenn alles klappt, werden wir die Gemeinde schon nächstes Jahr erschliessen können», so Lehmann.

Die IBW will ihre Kundschaft für erneuerbare Energien und ökologisch unbedenklichere Gewinnungsarten sensibilisieren. «In der Ökobilanz ist Erdgas gleich hinter einer Wärmepumpe, die mit Ökostrom betrieben wird, die sauberste Energiequelle, die es gibt», betont Peter Lehmann. In der Vollkostenbetrachtung sei die Erdgasheizung zudem unter den kostengünstigsten Heizsystemen.

IBW braucht mehr Platz

An der Steingasse 31, dem Hauptsitz der IBW, wird noch bis im Juni 2010 umgebaut. «Personell sind wir innert zehn Jahren von 49 auf 78 Mitarbeiter angewachsen», bilanziert Lehmann die Entwicklung der Firma. «Daher brauchen wir dringend mehr Platz.» Das Gebäude erhält ein zusätzliches Stockwerk, wird vollständig renoviert und rollstuhlgängig gemacht. «Wir wollen als gutes Beispiel vorangehen, darum bauen wir im Minergie-Standard», sagt er. Zudem wird eine Gaswärmepumpe eingebaut.

Am 1. Oktober feiert Peter Lehmann sein 10-Jahr-Jubiläum in der IBW. «Ziel für weitere zehn Jahre soll es sein, ein starker Partner für kleinere regionale Energieversorger zu werden», schaut er voraus. (aw)