Aarau
Hunderte wollen den Bahnhof sehen

Die SBB und Bauunternehmen hatten vorgesorgt. Für die zum Tag der offenen Tür auf der Aarauer Bahnhof-Baustelle erwarteten Besucherinnen und Besucher standen 200 Helme bereit. Wie sich schnell zeigte, waren das keineswegs zu viele.

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Hunderte wollen den Bahnhof sehen

Hunderte wollen den Bahnhof sehen

Aargauer Zeitung

Von Toni Widmer

Um 10 Uhr wurde das Tor zur Grossbaustelle am Aarauer Bahnhof geöffnet. Wenige Minuten später waren die ers-ten hundert Besucherinnen und Besucher in den von den SBB und der Bauunternehmung Anliker zur Verfügung gestellten roten, gelben und weissen Helmen unterwegs. Es gab einiges zu sehen auf dem gut beschilderten, langen Rundgang durch den riesigen Rohbau. Vor allem viel nackter Beton: «Im kalten Winter sind wir etwas in Verzug geraten, doch jetzt geben die Mitarbeiter der Firma Anliker wieder Vollgas. Pro Woche kann jeweils ein Teilgeschoss hochgezogen werden», erklärte Urs Kamber, der örtliche Bauleiter vom SBB-Projektmanagement Luzern.

Mit dem Baufortschritt ist auch SBB-Gesamtprojektleiter Ulrich Günthard vollauf zufrieden: «Wenn es weiterhin so rund läuft, können wir die im Winter eingehandelte kleine Verspätung locker wieder aufholen. Ich bin überzeugt, dass wir den fertigen Bau in exakt 430 Tagen der Stadt Aarau beziehungsweise den Bahnbenützerinnen und Bahnbenützern aus der Region übergeben können.» Als Eröffnungstermin für das neue, auf 114 Mio. Franken veranschlagte Bahnreisezentrum mit Einkaufsläden sei der 5. August 2010 provisorisch gesetzt, hielt Urs Kamber fest und versprach: «Etwa zwei Monate nach dieser Eröffnung wird es natürlich auch noch ein zünftiges Bahnhoffest geben.»

Zurzeit wird auf der Grossbaustelle am Rohbau der Unter- und Obergeschosse gearbeitet. Form und Konzept des Gebäudes sind in den Grundzügen bereits gut zu erkennen. Weit fortgeschritten ist die Realisierung des künftigen Informations- und Ausstellungsraums der Meyerschen Stollen im dritten Untergeschoss, das auf dem Rundgang besichtigt werden konnte und die Besucher stark beeindruckte. Als Nächstes wird der provisorische Zugang zur Hauptunterführung umgestellt. Für die Bahnbenützer kommt es deshalb in der
nächsten Woche zu Behinderungen.