Evakuierung

Hunderte über Luftbrücke aus Inka-Stadt gerettet

Peruanische Armee kümmert sich um die Touristen am Machu Picchu

Peruanische Armee kümmert sich um die Touristen am Machu Picchu

Die Rettung der nach Unwettern bei der alten Inka-Stadt Machu Picchu in Peru gestrandeten Touristen soll bis zum Wochenende abgeschlossen sein. Seit Montag brachten Helikopter rund 1200 Touristen in Sicherheit.

Allein am Mittwoch wurden laut dem peruanischen Ministerpräsident Javier Velásquez 600 Menschen ausgeflogen. Über 1500 Touristen sassen aber weiter am Machu Picchu und im nahe gelegenen Aguas Calientes fest.

An der Luftbrücke sind Helikopter von Polizei und Armee und der USA beteiligt. Sie fliegen von Aguas Calientes nach Ollantaytambo, wo die Touristen per Bus in die Provinzhauptstadt Cusco fahren.

Perus Aussenminister José Antonio Garciá Belaunde sagte, die Rettungsmassnahmen würden bis Samstag abgeschlossen sein - sollte das Wetter sich nicht verschlechtern. Das Leben der Eingeschlossenen sei nicht in Gefahr.

Unklar blieb die Lage der Rucksack-Touristen, die auf einem von Erdrutschen blockierten Inka-Wanderweg ausharren. Die Route war nach dem Tod einer jungen Argentinierin und ihres Führers gesperrt worden. Die Wanderung auf dem Gebirgspfad dauert vier Tage.

Regierungschef Velásquez wies Vorwürfe zurück, die Regierung kümmere sich zuerst um westliche Touristen. Zunächst würden Ältere, Kinder und Kranke in Sicherheit gebracht, sagte er.

Nach den schwersten Regenfällen seit 15 Jahren ist die Gegend unzugänglich. Die einzige Bahnverbindung ist blockiert. In das Tal, in dem Machu Picchu liegt, führen nur die Bahnstrecke nach Cusco und Wanderwege. Ein Strasse gibt es nicht.

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