Hundehasser

Hundemörder schlägt jetzt auch in Dietikon zu

Giftköder: Wursträdli, die in Dietikon verstreut wurden

Giftköder: Wursträdli, die in Dietikon verstreut wurden

Vor dem Eingang zu Kleintierpraxis in Dietikon hat ein Unbekannter heute Vormittag verdächtige Wursträdli ausgelegt. Im Verdacht steht der unbekannte Tierhasser, im Limmattal seit Tagen Hunde vergiftet.

Bezirkstierarzt Josef Zihlmann traute seinen Augen nicht, als er heute früh von Praxisbesuchern auf die Wursträdli aufmerksam gemacht wurde, die vor dem Eingang zu seiner Praxis lagen. «Das war so verdächtig, dass wir gleich die Polizei informierten», sagt Zihlmann zu a-z.ch

Zihlmanns Praxis hat zwei Eingänge, einer von der Asylstrasse aus, der andere von der Schöneggstrasse her. Beim Eingang Schöneggstrasse, wo sich auch der Eingang zum Altersheim befindet, fand Zihlmann heute Vormittag die Wurst.

Ob die Wurst vergiftet ist, ist noch unklar. «Aber wieso sollte jemand sonst Wursträdli vor meiner Praxis ausstreuen», fragt der Kleintierarzt. Das sei bisher noch nie geschehen in den über 20 Jahren, seit denen Zihlmann in Dietikon arbeitet.

Polizei tappt im Dunkeln

Die Kantonspolizei hat das Wurstmaterial mitgenommen und lässt es nun untersuchen. Sollte es tatsächlich vergiftet sein, hätte die Polizei erstmals konkrete Anhaltspunkte, wie der Tierquäler vorgeht. Dieser hat im Limmattal in der Gegend um den Hönggerberg bisher mindestens auf sieben Hunde Giftanschläge verübt, zwei Hunde sind daran gestorben.

Bis jetzt tappt die Polizei im Dunkeln. Sie hat auch keine Köder gefunden. Was Tierarzt Zihlmann besonders beunruhigt ist, dass der Täter sein Revier offenbar nun Richtung Dietikon ausgeweitet hat. «Es könnte sich aber auch um einen Trittbrettfahrer handeln», sagt Zihlmann. Er fordert die Hundebesitzer in Dietikion auf, besonders vorsichtig zu sein. (rsn)

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