Hürlimann habe Spiess-Hegglin wegen übler Nachrede und Verleumdung angezeigt. "Wir haben eine Untersuchung eröffnet", bestätigt ein Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden der "NZZ am Sonntag".

Der Anwalt von Hürlimann, Markus Dormann, wollte auf Anfrage der "NZZ am Sonntag" die zur Anzeige gebrachten Sachverhalte im Einzelnen nicht erläutern. Es sei nun Sache der Staatsanwaltschaft, die konkreten Anhaltspunkte abzuklären. Es bestehe aber der Verdacht, so Dormann weiter, "dass öffentliche Aussagen von Frau Spiess-Hegglin in der Bevölkerung den Eindruck erweckt haben, Markus Hürlimann habe sich eines Verbrechens schuldig gemacht".

Gegen Hürlimann wird ermittelt, weil er im Verdacht steht, an Spiess-Hegglin am Rande der Landammannfeier nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben.

Spiess-Hegglin hat angegeben, sie sei an der Feier mit K.o.-Tropfen betäubt worden und habe die Erinnerung verloren. Tags darauf sei sie jedoch mit starken Unterleibsschmerzen erwacht. Zudem gab sie an, Hürtlimann habe ihr gegenüber zugegeben, mit ihr Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Urin- und Haarproben konnten den Verdacht auf K.o.-Tropfen nicht bestätigen. Hürlimann selber sagte öffentlich, er habe sich kein strafrechtlich relevantes Verhalten zuschulden kommen lassen. Er habe Spiess-Hegglin allerdings geküsst.