Nerds

Hornbrille, Computerspiel und BH: Aufstand der weiblichen Nerds

Weibliche Nerds und Geeks outen sich

Weibliche Nerds und Geeks outen sich

Sie spielen Video- und Fantasy-Spiele, mögen Comicbücher und Science-Fiction-Serien und sie sind weiblich. Die Rolle des Nerds - der gesellschaftliche Aussenseiter und Sonderling - ist für gewöhnlich jungen Männern vorbehalten. Zu unrecht.

Zwei Frauen, die es wissen müssen sind Angela und Aubrey Webber aus Portland im US-Bundesstaat Oregon. Gemeinsam treten die Schwestern als die Band «The Doubleclicks» auf. In ihren Songs geht es um Dinosaurier, Fantasy-Spiele und das Nasa-Program; eher untypisch für eine Mädchenband.

Die Geschwister sehen sich selbst als Nerds oder Geeks. Damit sind in den USA Sonderlinge und Streber gemeint, die sich in der Schule eher für Computer und Comics als für Partys oder das andere Geschlecht interessieren. Entsprechend häufig werden Nerds ausgegrenzt oder sogar gemobbt.

Boom dank TV-Serie

In der Regel verbindet man junge Männer mit dem Bild eines Nerds. Bekannteste Vertreter dieser Spezies sind momentan die Charaktere aus der SitCom «The Big Bang Theory». Durch die Sendung hat die Nerd-Szene enorm an Popularität gewonnen. Aber auch Schauspieler und Regisseur Woody Allen gilt als klassischer Nerd.

Frauen kauft man hingegen oft gar nicht erst ab, dass sie Nerds sind. Das hat Angela und Audry dazu veranlasst ein Lied darüber zu schreiben. Bemerkenswert ist vor allem das Video zum Song «Nothng to Prove»: Darin outen sich dutzende weibliche Nerds. Auf Kartonschildern berichten rund 70 von ihnen über ihr Schicksal. «Die Leute sagen, ich spiele Video Games nur wegen meines Freundes» oder «Gründerin des Star Trek Fan Clubs» heisst es da etwa.

(Quelle: YouTube/thedoubleclicks)

The Doubleclicks - Nothing to Prove

Grosses Interesse

Mit ihrem Clip haben Angela und Aubrey offenbar einen Nerv getroffen. Auf YouTube kratzt das Video schon bald an der Millionengrenze.

«Wir haben für diese Projekt Videos auf unserer letzten Tour gedreht», schreiben die Musikerinnen auf ihrer Website. «Dann haben wir einen Aufruf gemacht und etwa 200 Videos erhalten». Weil nicht alle im offiziellen Videoclip Platz fanden, mussten sie eigens eine Internetseite einrichten, wo sich seither täglich weitere weibliche Nerds outen.

Unterstützung fand das Projekt auch bei prominenten Geeks. So ist im Video auch Star-Trek-Darsteller Will Wheaton zu sehen. Seine Botschaft: «Sei kein Ar...!»

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