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Hoffnungen liegen auf neuem Gefängnis

Während aus den geschlossenen Anstalten im Kanton Solothurn in den letzten sechs Jahren niemend entkommen konnte, flohen aus dem offenen Strafvollzug gleich 200 Häftlinge.

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AZ

Die Kantonsratsfraktion der FDP wollte mit einer Interpellation Auskunft über die Fluchten aus dem Straf- und Massnahmenvollzug im Kanton Solothurn erhalten.

Während die meisten Fraktionen mit den vom Regierungsrat präsentierten Fakten und Zahlen zufrieden waren, zeigte sich die FDP gestern nur teilweise befriedigt. Erfreulich sei zwar, dass in den letzten sechs Jahren keine Fluchten aus geschlossenen Anstalten gelungen sind.

Die Zahl der Entweichungen aus dem offenen Strafvollzug sei aber mit über 200 zu gross, fand FDP-Sprecher Yves Derendinger. Keine Antworten habe man zudem auf die Frage erhalten, wegen welcher Straftaten die Entwichenen eine Freiheitsstrafe verbüsst haben.

«Auch ist es stossend, dass die Behörden nicht wissen, wer wieder gefangen wird und wer nicht.» Die SVP-Fraktion forderte schärfere Sanktionen für Insassen, die nach einem Urlaub zu spät ins Gefängnis zurückkehren.

Wie die CVP/EVP/glp-Fraktion setzt die SVP ihre Hoffnung auf die 2013 eröffnende neue Justizvollzugsanstalt in Deitingen, wo die Sicherheit höher sein wird als im «Schöngrün». (sff)