Skat
Hoffnung für Schlierens Jugend

Immer wieder ist die Suche nach einem neuen Standort für die Schlieremer Skateranlage an erheblichem Widerstand gescheitert. Nun schlägt der Stadtrat eine Anlage im Zelgli vor.

Merken
Drucken
Teilen
Skate

Skate

Limmattaler Zeitung

Bettina Hamilton-Irvine

Auf dem Gelände der Sportanlage Zelgli soll für 350 000 Franken eine multifunktionale Skateranlage entstehen.

«Im Moos»: Biobadi zur Auswahl

Ab September 2010 muss das 1948 erstellte Schlieremer Schwimmbad «Im Moos» totalsaniert werden. Der Stadtrat empfiehlt dem Gemeinderat ein Freibad mit vollbiologischer Wasseraufbereitung (eine Biobadi), stellt aber auch eine Sanierung mit konventioneller, chemischer Badewassertechnik zur Auswahl. Das letzte Wort hat das Stimmvolk. Beide Kredite liegen ungefähr im selben Rahmen: Die konventionelle Lösung wird mit 6 037 000 Franken veranschlagt, die Sanierung zur Biobadi etwas tiefer mit 5 744 000 Franken. Ein Neubau der Badi im Zelgli-Quartier komme aus Kostengründen nicht in Frage, hiess es in der Mitteilung des Stadtrates. Bei der Sanierung sollen die Garderoben, Duschen und Toiletten erneuert werden. Auch die Sprunganlage genüge heutigen Sicherheitsvorschriften nicht mehr und würde erneuert. Andernfalls wären nur noch Sprünge vom Ein-Meter-Brett erlaubt. Die Beckenauskleidung sowie die Trennung zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich müsse saniert werden und auch das Kinderplanschbecken sei sicherer zu machen. Der Antrag sieht vor, die Badi im August 2010 zu schliessen und am 1. Juli 2011 wieder zu eröffnen. Sollte die Sanierung abgelehnt werden, würde das «Mösli» Ende Saison 2010 geschlossen. (ske)

Schon länger ist bekannt, dass die jetzige Anlage aufgrund von Bauplänen demnächst von ihrem Standort auf einem unentgeltlich zur Verfügung gestellten Privatgrundstück an der Wiesenstrasse weichen muss. Doch die Suche nach einem neuen Standort läuft schon seit Jahren ohne Erfolg und ist immer wieder auf erheblichen Widerstand gestossen. Zuletzt scheiterte eine mögliche Verlegung unter die Engstringerbrücke beim Bahnhof am Protest der Anwohner, welche den Stadtrat mit einem Rekurs dazu brachten, das Baugesuch zurückzuziehen. Mittlerweile ist der Stadtrat unter Druck geraten: In zwei Postulaten und einer Petition wurde er aufgefordert, dringend für den Weiterbestand der Skateranlage an einem anderen Ort zu sorgen.

Auch für BMX-Fahrer geeignet

Mit dem jüngsten Beschluss des Stadtrats zeigt sich nun ein Licht am Ende des Tunnels für die Schlieremer Skater. Die Anlage im Zelgli soll «resistent, wetterbeständig und dauerhaft» sein, wie SVP-Stadtrat Christian Meier sagt, der als Ressortvorsteher für Werke, Versorgung und Anlagen zuständig ist. Die neue Skateranlage, welche sowohl dem Bedarf von Skatern als auch von BMX-Fahrern gerecht würde, wäre fertig betoniert und fix an Ort. So würde nur ein absolutes Minimum an Unterhalt benötigt werden, sowie so gut wie keine Reparaturen, wie Meier erklärt. Ausserdem erweise sich der Skatepark im Gegensatz zu anderen Sportanlagen als ausserordentlich günstig.

Wie der Stadtrat in seiner Mitteilung schreibt, soll gemäss dem Leitbild der Stadt allen Institutionen und insbesondere der Jugend die vorhandene Infrastruktur zur Verfügung stehen. Da die alte Anlage entfernt werden muss, sei jetzt der richtige Zeitpunkt, einen zeitgemässen Ersatz zu realisieren. Die Anlage würde gemeinsam mit dem Kunstrasen erstellt werden. Doch zuerst muss der Gemeinderat im Februar 2010 noch seine Zustimmung geben.