Schinznach

Hoffnung bei hartnäckigen Wunden

Rolf Strässler, diplomierter Wundexperte, leitet das Ambulatorium.

Rolf Strässle

Rolf Strässler, diplomierter Wundexperte, leitet das Ambulatorium.

«Man kann sich natürlich fragen, weshalb die aarReha ein Wundambulatorium eröffnet», sagt aarRhea-Stiftungsratspräsident Max Brentano. «Einerseits aber befasst man sich in der aarReha mit Pflege und auch mit Wunden. Anderseits spielt bei diesem Entscheid ein gesundheitspolitisch wichtiges Element mit:

Louis Probst

Es geht darum, ein Netzwerk zu knüpfen. Jeder soll sein Wissen dort einbringen, wo er effizient und stufengerecht Leistungen erbringen kann. Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Wundambulatorium hier einen Beitrag leisten können.»

Mit dem Wundambulatorium wird aber auch dem Wandel im Bewusstsein für die Versorgung von chronischen Wunden - wie sie als Folge von Infektionen oder auch von Gefässerkrankungen oder bei Diabetes auftreten - Rechnung getragen. Mit zu diesem Wandel beigetragen haben die speziellen Ausbildungen für die Versorgung solcher Wunden. «Heute ist es so, dass viele, die eine solche Ausbildung absolvieren, ihr Wissen im Spital, bei der Spitex und jetzt auch in Wundambulatorien einsetzen», stellt Rolf Strässler fest, der Leiter des Pflegedienstes der aarRhea. Als diplomierter Wundexperte wird er das neue Ambulatorium leiten.

Im Wundambulatorium im MZB werden chronische Wunden professionell abgeklärt, beurteilt und behandelt. «Nach der Abklärung der Vorgeschichte wird eine Beurteilung der Wunden vorgenommen und ein Vorschlag für die Behandlung unterbreitet», erklärt Rolf Strässler. «Besonders wichtig ist mir die Ursachenforschung. Speziellen Wert lege ich aber auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachärzten und zuweisenden Stellen.»

Stefan Mariacher, Chefarzt an der aarRhea, betont: «Wichtig zu wissen ist, dass nicht etwa die Ärzte der aarReha im Wundambulatorium tätig sind. Zuständig sind die zuweisenden Ärzte.» Auch Stefan Mariacher weist auf die Bedeutung der Vernetzung hin. «Das Wundambulatorium ist ein zusätzlicher Faden im Netz», stellt er fest. «Es entspricht einem Bedürfnis der praktizierenden Ärzte, und es ist eine gute Ergänzung des Angebotes im Medizinischen Zentrum Brugg.»

Das sieht auch Andreas Meyenberg, der ärztliche Leiter des MZB, so.

«Unser strategisches Ziel ist es, möglichst viele medizinische Dienstleistungen in einem Kompetenzzentrum zusammenzufassen», sagt Andreas Meyenberg. «Das Wundambulatorium passt hervorragend in diese Strategie. Es ist keine Konkurrenz, sondern eine willkommene Ergänzung. Es ist aber vor allem eine Dienstleistung für Patienten mit schwer zu behandelnden Wunden, und es bringt Pflegenden und Ärzten eine wesentliche Entlastung.»

Susanna Mattenberger, die Geschäftsführerin des MZB, betont: «Wir hatten erwogen, selber ein Wundambulatorium aufzuziehen. Das hat sich jedoch als nicht ganz einfach erwiesen. Dass jetzt die aarReha mit diesem Angebot und mit einem Spezialisten zu uns kommt, ist für uns geradezu ideal.»

Meistgesehen

Artboard 1