Höhlenforscher Johann Westhauser hat die Strapazen seiner langen Rettung aus den Tiefen der Berchtesgadener Alpen relativ gut überstanden. Der 52-Jährige sei "wohlbehalten in der Klinik eingetroffen", sagte am Donnerstag Norbert Heiland, der Vorsitzende der Bergwacht Bayern.

"Damit haben wir das wesentliche Ziel unserer Rettungsaktion erreicht", sagte am Donnerstag Norbert Heiland, der Vorsitzende der Bergwacht Bayern. Am Mittag hatten Helfer den in der Riesending-Schachthöhle bei einem Steinschlag verletzten Forscher ans Tageslicht gebracht. Anschliessend wurde er mit einem Helikopter ins Spital geflogen.

Der Arbeitgeber Westhausers zeigte sich froh über die Rettung des Verletzten. "Wir sind sehr erleichtert und glücklich", erklärte der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Holger Hanselka, am Donnerstag. Der Dank des Forschungszentrums gelte der Bergwacht Bayern und den vielen Helfern vor Ort. Westhauser arbeitet als Techniker am Institut für Angewandte Physik des KIT.

Westhauser, der der Höhlenforschung in seiner Freizeit nachging, wurde am Donnerstag aus der Riesending-Schachthöhle in den Berchtesgadener Alpen geborgen - mehr als elf Tage nach seinem Unfall. Bei einem Steinschlag war er in 1000 Metern Tiefe am Kopf getroffen worden und hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.