Hochwasserschutz muss besser werden

Gemeinderat Welschenrohr beschloss Massnahmen: Bedeutung und Wert der Spitex sind unbestritten, der hohe Pro-Kopf-Beitrag jedoch gibt jeweils Anlass zu Diskussionen. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes müssen zwei Fussgängersteige über die Dünnern entfernt oder ersetzt werden. Arbeitslose erhalten von der Gemeinde Unterstützung bei der Suche nach Arbeit.

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Dieser Fussgängersteg soll abgebrochen werden.

Dieser Fussgängersteg soll abgebrochen werden.

Solothurner Zeitung

Walter Schmid

Die Präsidentin Renate Allemann-Müller und die Verwalterin Franziska Weber von der Spitex Thal orientierten den Gemeinderat an der Sitzung vom vergangenen Montag eingehend über ihre Organisation; dies als Grundlage für die Erneuerung des Leistungsauftrages. Dieser gilt für die vier angeschlossenen Gemeinden Aedermannsdorf, Gänsbrunnen, Herbetswil und Welschenrohr und sollte für alle Gemeinden gleich lauten.

Finanzierung gibt zu reden

Nebst der Hauptaufgabe, der Pflege der Patienten zu Hause, bietet die Spitex auch Fusspflege, Fahrdienst und Mahlzeitendienst an. Für den Fahrdienst werden gegenwärtig neue Fahrer gesucht, und den Mahlzeitendienst übernimmt ab April — anstelle des Gasthofs St. Joseph in Gänsbrunnen — der Gasthof Kreuz in Welschenrohr. In den vier Gemeinden geniesst die Spitex nach wie vor einen guten Ruf, und die Leistungen werden von den Behörden entsprechend anerkannt und geschätzt. «Wir brauchen aber für alle Gemeinden den gleichen Leistungsauftrag und die gleiche Finanzierung», erklärte Renate Allemann-Müller. Der Beitrag von 90 Franken pro Kopf der Bevölkerung gibt beim Budgetieren jeweils Anlass zu Diskussionen. Dazu Verwalterin Franziska Weber: «Mit dem Wegfall der Bundessubventionen im Zuge des neuen Finanzausgleiches mussten ab 2008 die Gemeindebeiträge verdoppelt werden.» Zu viel erhobene Beiträge werden den Gemeinden zurückerstattet.

Neue Strassennamen

Unklarheiten in den Adressen einzelner Liegenschaften sollen mit der Überprüfung der Strassennamen beseitigt werden. Im Siedlungsgebiet schaffen besonders die meist privaten Stichstrassen ab der Hauptstrasse Probleme. Der Rat verzichtet auf die Zuteilung neuer Namen und will das Problem mit Hinweisschildern lösen. Eine neue Nummerierung des gesamten Siedlungsgebietes steht nicht zur Diskussion. Neu benamst werden auch die Flurstrassen auf dem übrigen Gemeindegebiet, wobei die alten Flurnamen beibehalten werden.

Fussgängersteige müssen weg

Nach der vorliegenden Gefahrenkarte hat die Gemeinde im Bereich Wasser Massnahmen zu treffen, um Überschwemmungen zu vermeiden. Das Amt für Umwelt verlangt im Besonderen entweder den Abbruch oder die Erneuerung der beiden Fussgängerstege bei der Fabrikliegenschaft Zbinden und beim Notschlachtlokal. Beide Stege liegen im Hochwasserbereich und stellen eine Gefährdung dar.

Den Holzsteg ins Industriegebiet, der ohne Bewilligung erstellt worden ist, möchte die Gemeinde eigentlich vorschriftsgemäss neu erstellen, Pläne liegen vor, und der Kredit ist bewilligt. Allerdings fehlt noch das Wegrecht über das Fabrikareal der geschlossenen Firma Zbinden, das im Moment nicht beizubringen ist. Deshalb beschliesst der Rat, die Brücke zu entfernen. Der Steg beim Notschlachtlokal muss ersetzt werden, wobei auch das Problem mit einem aufgehängten Kabel zu lösen ist.

Unterstützung für Arbeitslose

In Welschenrohr sind aktuell 42 Personen gemeldet, die eine Stelle suchen. Der Gemeinderat wollte für die Betroffenen etwas tun. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) empfiehlt jedoch der Gemeinde, von einem eigenen Programm für Arbeitslose abzusehen. Hingegen kann die Gemeindeverwaltung die betreffenden Personen bei der Suche nach einer Lösung unterstützen. Eine Möglichkeit bietet das Stellennetz Regiomech in Zuchwil an, wo Leute während dreier Monate Beschäftigung finden können. Wer sich für eine Lösung interessiert, kann sich auf der Gemeindeverwaltung melden.