Hochhaus ist bereit für Mieter

6000 Quadratmeter Bürofläche, verteilt auf 12 Stockwerke: Das ehemalige Schlatter-Hochhaus in Schlieren wurde total renoviert. Ob verschiedene Mieter oder ein Ankermieter einziehen werden, ist noch nicht bekannt.

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Daniel Von Känel

An den Briefkästen vorbei geht es in den neu gestalteten Empfangsbereich. Schon dort wird klar, dass sich das Wahrzeichen von Schlieren Nord verändert hat. In den letzten Monaten wurde das Hochhaus an der Brandstrasse, bekannt als das ehemalige Schlatter-Hochhaus, umfassend saniert. Das Innere wurde komplett ausgeräumt und umgebaut.

Neue Haustechnik

Die Lüftungschlitze im Boden der Büroräume sind eingebaut, die Lüftung läuft. «Das Hochhaus hat eine komplett neue Haustechnik erhalten», erklärt Sybilla Glutz von der Firma Colliers CRA, die mit der Vermietung der Räumlichkeiten beauftragt wurde. Beheizt werde das Gebäude mit Fernwärme. Neue sanitäre Anlagen und neue Nasszellen wurden erstellt. Das Hochhaus präsentiere sich jetzt im so genannten Edelrohbau. «Die Büroräume müssen nur noch mit der firmenspezifischen IT-Verkabelung und natürlich den Möbeln ausgestattet werden», sagt Glutz.

Seit 2006 in neuem Besitz

Erbaut wurde das Hochhaus im Jahr 1963. Entworfen wurde es vom Architekturbüro Schmid aus Rapperswil. Erster Nutzer des Gebäudes war eine Schuhfabrik. Bereits ein Jahr später zog die Firma Schlatter ein, die schon seit 1948 in Schlieren ansässig ist. Büros, Montagehallen und Material-Hochlager kamen bei Umbauten noch dazu.

Im Besitz der Firma Schlatter war das Hochhaus ab 1976. Seit Ende 2006 ist Axa-Winterthur die Besitzerin. Auf dem Schlatter-Areal wurden ehemalige Produktionsflächen in Büros umgewandelt, die von Schlatter-Mitarbeitenden letztes Jahr bezogen wurden. Danach konnte mit der Sanierung des zwölfstöckigen Gebäudes begonnen werden.

Ankermieter wünschenswert

Jedes Stockwerk, erklärt Glutz, verfüge über etwas mehr als 500 Quadratmeter. Einzig das Zwischengeschoss zwischen Parterre und dem ersten Stock unterscheide sich in den Dimensionen - dort sei beispielsweise die Decke etwas tiefer. Die Geschosse wiesen drei grosse Bereiche auf, die «open space» genutzt oder in kleinere Flächen unterteilt werden könnten.

Die aktuelle wirtschaftliche Lage hat auf die Vermietung von Büroflächen einen Einfluss. Sie vereinfache die Suche nach einem grossen Ankermieter nicht, sagt Glutz. Aber: «Man ist im Gespräch mit einigen Interessenten», fügt sie an.

Das Objekt könne auch geschossweise gemietet werden. Laut Glutz wäre es wünschenswert, wenn sich ein Ankermieter finden liesse, der alle Stockwerke beziehen wolle. Es bestehe dabei auch eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Schlieren.

Das Hochhaus an der Brandstrasse ist per sofort bezugsbereit. Welche Namen künftig auf den Briefkästen beim Eingang stehen werden, ist indes noch nicht entschieden.