Im Interview mit dem Fusion-Blog sagte Mariah Idrissi: 

«Frauen, die ein Kopftuch tragen, werden von der Modewelt ignoriert.»

Das soll sich nun ändern: «Sie schick aus», sagt die Off-Stimme im Video beim Auftritt von Mariah. Und das tut sie. Die Welt ist begeistert. Auf Facebook wurde das Bild tausendfach geliked, geteilt und kommentiert:

Mariah Idrissi #HMClosetheLoop #HMConscious #HM

Posted by H&M on Donnerstag, 3. September 2015

Facebook Kommentare Kopftuch Model Mariah Idrissi

«Vielen Dank H&M. Es gibt viele Musliminnen, die es lieben, bei euch zu shoppen. Und jetzt lieben wir euch noch viel mehr» oder «Ich bin zwar keine Muslimin, aber mir gefällt der Style und wie offen H&M ist», heisst es etwa in dem Kommentaren zu einem Post von H&M.

Dabei war Mariah anfangs sehr skeptisch. Als sie den Anruf ihres Agenten bekam, fragte sie ihn: «Bist du sicher, dass die wissen, dass ich ein Kopftuch trage?»

Sie wussten es. Und Mariah durfte mit der Erlaubnis ihrer Eltern ans Fotoshooting. Sie bekam eine eigene Garderobe und die Interaktionen mit Männern wurde auf ein Minimum limitiert.

«Wenn die Kameramänner bemerkten, dass etwas nicht ganz richtig war, riefen sie Frauen, um es zu beheben. Eine der Uhren zeigte in die falsche Richtung, und anstatt sie einfach an meinem Handgelenk zu drehen, fragte der Kameramann eine Frau, ob sie schnell kommen könnte», so das Model, das seit seinem 17. Lebensjahr Kopftuch trägt. 

Sie präsentiert die neue Kollektion gemeinsam mit Minirock tragenden alten Ladies, mit Sikhs, die ihre kunstvoll gewundenen Turbane zeigen, mit «Plus Size»-Models, Models mit einem Bein, einem Scheich und einer Dragqueen. (rof)

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