Viele Leute hätten den letzten Betriebstag genutzt, um noch einmal mit der "Sesselibahn" zu fahren, sagte ein Mitarbeiter der Bahn auf Anfrage. Alle "Sesseli" seien immer besetzt gewesen. Es habe in der Talstation jedoch kaum Wartezeiten gegeben.

Die vom Bundesamt für Verkehr (BAV) erteilte Betriebsbewilligung für die Sesselbahn mit 24 Masten läuft Ende Jahr aus. Für eine Erneuerung der Bewilligung hätte die Bahn aufwendig revidiert werden müssen. Gemäss der Seilbahn Weissenstein AG wäre dies zu teuer geworden.

Ende Dezember 1959 hatte die "Sesselibahn" ihren Betrieb gestartet. Ein Markenzeichen der Bahn des Herstellers von Roll waren die offenen Sesseln mit je zwei Plätzen. In kühlen Tagen erhielten die Passagiere jeweils ein Decke, um sich wärmen zu können.

Die Betreiberin will als Ersatz eine moderne Anlage mit 50 Sechser-Gondeln bauen, die bis zu 900 Personen pro Stunde transportieren kann. Die Seilbahn Weissenstein rechnet mit dem Baubeginn im kommenden Frühling. Die Kosten belaufen sich auf rund 12 Millionen Franken.