In den Provinzen Pangasinan und La Union standen noch immer Dutzende Dörfer unter Wasser. Viele Menschen sind nach wie vor mit Fahrzeugen nicht erreichbar, weil Zufahrtsstrassen überschwemmt oder wegen der Schlammlawinen nicht mehr zu passieren sind.

Die Zahl der Opfer, die in den vergangenen Tagen bei Erdrutschen und Überschwemmungen ums Leben kamen, stieg unterdessen auf 321. Der eine Woche lang ununterbrochen anhaltende Regen hatte am Sonntag aufgehört. Der Tropensturm "Parma" zog auf das Südchinesische Meer hinaus.

Zahlreiche Freiwillige meldeten sich als Helfer. "Viele Leute kommen jetzt hier an, um nach Verwandten zu suchen", sagte ein Polizist in Little Kibungan, 210 Kilometer nördlich von Manila. Dort hatten Erdrutsche am Freitag Dutzende Häuser verschüttet. "Ob wir noch Vermisste finden, ist ungewiss", sagte er. Wie viele Menschen noch vermisst wurden, wusste er nicht.

Die Behörde für Katastrophenmanagement schätzte den Schaden durch die Tropenstürme "Parma" und "Ketsana" zusammen auf mehr als 15 Milliarden Pesos (mehr als 333 Millionen Franken). "Ketsana" hatte eine Woche zuvor die schlimmsten Überschwemmungen seit 40 Jahren in der Region um Manila ausgelöst. 337 Menschen kamen dort ums Leben.