Erst hatte es «nur» die Grösse eines kleinen Swimming Pools. Das war der Moment, als die Anwohner die Behörden informierten. Doch das Erdloch wuchs und wuchs – mit der Geschwindigkeit von rund zehn Metern pro Stunde dehnte es sich aus und verschlang alles, was ihm in den Weg kam.

Aus dem einen Haus konnten drei Frauen evakuiert werden, kurz bevor der Boden darunter nachgab. Die Bewohner des anderen Hauses kamen gerade noch rechtzeitig – um mitansehen zu müssen, wie die gefrässige, mit Wasser gefüllte Doline ihr Zuhause verschlang.

Surreal: Die mit Wasser und Schutt gefüllte Doline von oben.

Es passierte am vergangenen Freitag, als sich in Land O' Lakes im US-Bundesstaat Florida die Erde auftat. Einen Tag später konnte CNN vermelden, dass das Loch aufgehört habe zu wachsen.

Zurück blieb ein mit Wasser und Schutt gefülltes Erdloch von rund 70 Metern Durchmesser, zwei zerstörte Häuser, fünf evakuierte Häuser und jede Menge geschockter Anwohner. Verletzt wurde laut CNN niemand. Wochen, gar Monate, würde es dauern, bis in dem Quartier wieder Normalität einkehren könne.

Florida ist bekannt für Dolinen. Der Boden besteht grösstenteils aus Kalkstein. Wird dieser von Wasser ausgespült, kann es zu Hohlräumen kommen, deren instabil gewordene Gesteinsdecke einstürzen kann. (smo)