Badegast

Hier isst der Badegast scharf

Hier isst der Badegast scharf

Hier isst der Badegast scharf

Pommes, Asianudeln und Poulet: Die Auswahl im Regibad ist gross Bad Zurzach. Wer es gerne scharf hat, probiert am besten die Gerichte der 26-jährigen Vietnamesin Thi Dao Joho.

Maja Sommerhalder

«Vorsicht, scharf!», sagt Geri Zimmermann, Geschäftsführer des Regibad-Restaurants, und stellt eine weisse Kartonbox hin. Sie ist gefüllt mit dampfenden Asianudeln. Das teuerste Menü im Badirestaurant ist seine 14 Franken wert. Denn das Currygericht mit knackigem Gemüse und Poulet ist nicht nur gut gewürzt, sondern stillt auch den grössten Sportlerhunger.

Auf vietnamesische Art wohlverstanden

Gekocht hat es die 26-jährige Vietnamesin Thi Dao Joho: «Sie ist erst seit einigen Monaten in der Schweiz und spricht kaum ein Wort deutsch», sagt Geschäftsführer Zimmermann und schwärmt: «In der Küche ist sie aber die heimliche Chefin. Sie schmeisst den Laden.»

Nicht verwunderlich, bereitet sie auch die Sauce für das vegetarische Curryreis mit Früchten für Fr. 13.80 und die Currywurst für Fr. 6.80 zu; auf vietnamesische Art wohlverstanden: «Die Currywurst ist sehr beliebt. Sogar die deutschen Badegäste machten uns für die besondere Zubereitung Komplimente.»

Fastfood ist Verkaufsschlager

Asianudeln und Currywurst sind nicht unbedingt Gerichte, die man in jedem Badirestaurant findet. «Ich habe das von den Zürcher Badis abgeschaut. Schliesslich wollen wir hier den Gästen etwas Besonderes bieten», sagt Zimmermann. Nicht fehlen dürfe auf der grossen Speisekarte auch das frische Güggeli; Zimmermanns persönliches Lieblingsgericht.

Trotzdem: Am besten verkauft sich immer noch der klassische Fastfood wie Pommes für Fr. 4.80, Chicken Nuggets für Fr. 5.80, Hotdog für Fr. 4.50 und Hamburger für Fr. 3.80. Fürs Geld kriegt man hier etwas, denn die Portionen können sich sehen lassen.

Abläufe wurden optimiert

Doch auch die Liebhaber von gesunder Ernährung kommen im Restaurant nicht zu kurz. Das frische Birchermüesli kostet Fr. 7.40 und der Fruchtsalat Fr. 6.40. Wermutstropfen: Die verschiedenen Salate, die zwischen 6 und 12 Franken kosten, werden leider in Plastikgefässen verkauft. «Früher haben wir richtige Salatteller angeboten. Doch die Zubereitung war zu aufwändig», so Zimmermann. Tatsächlich kommt das Personal des Selbstbedienungsrestaurants an heissen Tagen ziemlich ins Rotieren. Denn die Küche ist klein und der Hunger der Badegäste gross. «Am Anfang hatten wir eine lange Warteschlange. Mittlerweile konnten wir unsere Abläufe etwas optimieren», sagt Zimmermann.

Gestern Montagmittag ist der Andrang aber gering und das freundliche Personal arbeitet ruhig und routiniert. Den Gästen scheint es auch zu schmecken. Jedenfalls bleibt auf den Tellern kaum etwas übrig. Evelyne Tischmayer, die gerade eine Portion Spaghetti bolognese für 11 Franken verputzt hat, meint: «Es war gut. Schön knackig und nicht zu fettig.»

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