Eidgenössisches Schützenfest

Herausforderung für das Schützenfest-Bauteam

Bereit für die Herausforderung: (v.l.) Bauführer Christian Walti, Major Paolo Baiardi (Stv Kdt Kata Hi Ber Kp), Roland König und Bruno Leibacher (beide Abteilung Logistik OK). Foto: msu

Aufbau Schützenfest

Bereit für die Herausforderung: (v.l.) Bauführer Christian Walti, Major Paolo Baiardi (Stv Kdt Kata Hi Ber Kp), Roland König und Bruno Leibacher (beide Abteilung Logistik OK). Foto: msu

Knapp 3 Monate vor dem Start zum Eidgenössischen Schützenfest, das vom 18. Juni bis 18. Juli in der Region Aarau stattfindet, haben auf dem Füllernfeld in Rupperswil die Aufbauarbeiten des Schiesszentrums angefangen.

Marcel Suter

Das Interesse an der Teilnahme am Eidgenössischen Schützenfest (ESF) in der Region Aarau ist in der ganzen Schweiz gross. Für die Wettkämpfe mit dem Gewehr über 300 Meter haben sich bislang gegen 34 000 Schützen angemeldet, geplant sind insgesamt 40 000 Teilnehmende.

Erfahrungsgemäss werden sich rund 5000 Aktive kurz vor oder sogar während des Fests zur Teilnahme entscheiden. Bei den Pistolenschützen ist die Zahl von 4200 Gemeldeten bei einem Plansoll von 5500 Teilnehmenden ebenfalls erfreulich hoch.

Am Donnerstag haben auf dem Füllernfeld in Rupperswil die Bauarbeiten für das Schiesszentrum angefangen. Bis Mitte Mai werden rund 20 Angehörige der Armee die Infrastruktur für Wasser, Abwasser und Strom erstellen.

Anschliessend wird eine Bau Sappeur Kompanie des Genie Bat 6 mit 75 Soldaten vorwiegend im Bereich Kugelfang, Blenden, Zelte, Strassen, Wege und Parkplätze im Einsatz sein. Die Schlussarbeiten bis zum Festbeginn werden schliesslich 30 Armee-Angehörige des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverbandes erledigen.

Mit Beginn der Bauarbeiten wird Christian Walti aus Oberentfelden als Bauleiter die Aufbau- und schliesslich die Rückbauarbeiten begleiten. Gebaut werden das Schiesszelt mit 120 Scheiben, die Kugelfanganlage, Administrations- und Verpflegungszelte.

Als Zentrum der Anlage ist ein Innenhof mit Brunnen und Grünanlage geplant, der von der Gartenbauschule Niederlenz gestaltet wird.

Besondere Aufmerksamkeit wurde den Bereichen Umwelt, Entsorgung und Verkehr gewidmet: «Das haben wir der vom Anlass betroffenen Bevölkerung versprochen und dieses Versprechen werden wir auch einhalten», sagt Roland König. Dazu gehören ein Verkehrskonzept, welches die Ortschaften möglichst wenig tangiert, sowie ein Lärmschutzkonzept, das die Belästigungen auf das absolute Minimum reduzieren soll.

Zwei Querblenden aus vorfabrizierten Betonelementen sowie ein rund acht Meter hoher Kugelfang sollen dafür sorgen, dass sich auch im Falle eines gröberen Missgeschicks keine Kugel verirren kann.

Geschossen wird aus einem Zelt durch zwei Meter lange Schallschutztunnels. Diese an einem ESF erstmals getroffene Massnahme verringert den bei der Schussabgabe entstehenden Lärm beträchtlich. Als zusätzlicher Lärmschutz werden hinter dem Schiesszelt sowie auf einer Länge von 97 Metern entlang der dorfwärts gelegenen Seite der Schiessbahn Schallschutzwände hochgezogen.

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