Hellikon: Krater-Bauer muss mit grossem Ernteausfall rechnen

Mittlerweile ist klar: Die Löcher auf dem Neulig oberhalb von Hellikon sind Auswirkungen eines unterirdischen Hangrutsches. Deshalb bleibt die Strasse nach Buus weiterhin gesperrt. «Ich glaube nicht, dass der Bauer dieses Jahr noch auf dem Feld arbeiten kann», sagt Gemeindeammann Kathrin Hasler.

Merken
Drucken
Teilen
Dieses Jahr fällt grosser Teil der Ernte wohl aus

Dieses Jahr fällt grosser Teil der Ernte wohl aus

Ähnlich sieht es auch Karl Schlienger. Er hat das betroffene Land auf dem Neulig von seiner Cousine gepachtet und dort Winterweizen angesät. Allen Weizen wird er im Sommer nicht ernten können: «Mit den schweren Maschinen getraue ich mich nicht, zu nah zu den Löchern zu fahren.» Rund ein Viertel seiner Ernte auf dem Neulig könnte betroffen sein. Ob für diese Verluste eine Versicherung aufkommen wird, muss Schlienger nun erst noch abklären. Als Pächter ist Schlienger immerhin nicht vom Verlust des Bodens betroffen, er muss aber den Ertragsausfall tragen.

Karl Schlienger hofft, dass man mit den Löchern auf dem Neulig umgehen kann wie mit anderen Löchern, die in Karstgebieten immer wieder entstehen: Aufschütten und anschliessend das Land wieder wie gewohnt bebauen. Dabei klammert sich Schlienger an einen Lichtschimmer: «Laut aktuellen Messungen hat sich die Strasse nach Buus in den letzten 15 Jahren nicht gesenkt.» Doch letztlich, so Schlienger, entscheide die Gemeinde Hellikon, was mit dem Land auf dem Neulig passiere. (lbr)