Heilpädagogische Schule Wettingen soll erweitert werden

Die Heilpädagogische Schule Wettingen (HPS) ist zwar erst 9-jährig. Sie platz aber bereits aus allen Nähten. Sie ist um fast 50% überbelegt. Dies ist mit ein Grund, weshalb Wettingen die Integrierte Schule nicht realisieren kann. Jettz soll die HPS erwteitert weden.

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Erst 9-jährig und schon zu klein

Erst 9-jährig und schon zu klein

Dieter Minder

Führt eine Gemeinde an ihrer Schule die Integrierte Heilpädagogik (IHP), werden die Kleinklassen aufgehoben und deren Schülerinnen und Schüler in Regelklassen integriert. Meist müssen aber einige Kinder in die HPS wechseln. In Wettingen hatte die Einwohnerratsfraktion SP/WG verlangt, dass in der Gemeinde die IHP eingeführt wird. Ein Grund gegen das Vorhaben ist der Platzmangel an der HPS, wie der frühere Schulpflegepräsident Franz Hard im Gemeindeparlament sagte.

Lösungen gesucht

«Das Haus war von Anfang an überbelegt», sagt Schulleiterin Margrit Wahrstätter. Seither hat sich die Situation der HPS von Jahr zu Jahr leicht verschärft. Doch nun will der Gemeinderat Abhilfe schaffen. In den nächsten Monaten müssen die Planer und die Schulleitung Verbesserungen ausarbeiten. Konkret geht es um Erweiterungsbauten. Vom Schuljahr 2012/2013 an soll genügend Schulraum zur Verfügung stehen.

Die 2001 eingeweihte HPS war für 80 bis 90 Kinder und Jugendliche ausgelegt. Massgebend für die mögliche Schülerzahl ist nicht nur die Anzahl Schulzimmer, sondern vor allem die Infrastruktur. Die HPS ist eine Tagesschule und somit setzt die Kapazität der Küche eine obere Grenze. Die Gemeinde Wettingen hatte sich zwar immer für eine grössere Anlage starkgemacht, aber weder Bund noch Kanton wollten Raum auf Reserve schaffen.

Was wird es kosten?

Seither hat sich die Situation immer verschlechtert. Seit einem Jahr nutzt die HPS einen Teil des Pavillons Rosengarten. Vom kommenden Schuljahr an wird sie sogar noch das letzte, momentan als Lager für Mobiliar genutzte Zimmer übernehmen, um dort unterrichten zu können. Obwohl die Distanz zum Schulhaus an der Staffelstrasse nicht zu gross ist, müssen die Schüler von Lehrkräften begleitet werden. «Wir müssen einigen Zeitverlust in Kauf nehmen», sagt Wahrstätter. Auch die WC-Anlagen sind sehr klein, somit können nur selbstständige Kinder im Pavillon unterrichtet werden. Einige Kinder, die für Wettingen angemeldet waren, müssen die HPS in Windisch, Döttingen oder Lenzburg besuchen.

Mit dem Ziel, die Raumprobleme bis zum Schuljahr 2012/2013 zu lösen, hat sich der Gemeinderat ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Es gilt nicht nur, ein baureifes Projekt zu erarbeiten, das die besonderen Anforderungen der HPS sinnvoll erfüllt, sondern auch, die notwendigen Gelder bereitzustellen.

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