Hecken
Hecken-Schützer: Lengnauer Landwirte kämpfen für die Artenvielfalt

Die von den Menschen arg gebeutelte Natur ist auf Hilfe angewiesen, wenn die letzten Naturinseln erhalten bleiben sollen: Landwirte und freiwillige Helfer kümmern sich um Hecken in Lengnau.

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Aargauer Zeitung

Naturschutzarbeiten finden in Lengnau im Kleinen statt, keine theoretischen Konzepte, sondern Kleinstrukturen in der Landschaft, Hecken, Magerwiesen und Tümpel werden durch fachgerechte Pflege in einem Zustand erhalten, in dem gefährdete Pflanzen und Tiere eine Überlebenschance haben.

Drei Dringlichkeitsstufen

Als eine der ersten Gemeinden im Kanton Aargau verfügt Lengnau über einen Naturschutz-Leitplan. Dieser wurde in einer Arbeitsgruppe von Mitgliedern des Gemeinderates, der Umwelt- und der Landwirtschaftskommission und des Naturschutzvereins zusammen mit einem Planer erarbeitet. In diesem Plan werden typische und förderungswürdige Lebensräume, Pflanzen- und Tierarten aufgezeigt. Im Massnahmenkatalog sind die gewünschten Verbesserungen in drei Dringlichkeitsstufen eingeteilt.

Für die Jahre 2010 und 2011 hat die Arbeitsgruppe der Gemeinde beschlossen, in zahlreichen Hecken mit Aufwertungsmassnahmen die Artenvielfalt zu vergrössern. Viele Hecken bestehen nur noch aus Haselsträuchern und überalterten Bäumen. Unter diesen hohen Blätterdächern können keine Kräuter oder junge Sträucher wachsen. Hohe Hecken sind für Igel, Hasen, Vögel und Insekten keine optimalen Biotope.

400 junge Sträucher bestellt

In den vergangenen Tagen wurden nun solche überalterte Hecken zum Teil durch das Forstamt und zum Teil von den Landbesitzern durchforstet.

In diese vorbereiteten Hecken werden am 20. März
von den Landwirten und freiwilligen Helfern vom Naturschutzverein Nachpflanzungen vorgenommen. 400 junge Sträucher sind bereits bestellt. Jede Hecke soll mindestens zehn verschiedene Straucharten aufweisen. (wr)