Da fehlen einem die Worte: Der Hausierer von Gansigen verkaufte der achtjährigen Lara zuerst ein «Chriesistein-Kissen», danach berührte der Pädophile das Mädchen im Intimbereich. Gegenüber «Tele M1» kann die Mutter des Opfers ihre Emotionen immer noch nicht zurückhalten. «Jetzt vor dem Gerichtsgebäude wühlt mich das Ganze wieder auf. Ich bin aber froh, dass die Geschichte endlich ein Ende nimmt».

«Es wird nie mehr vorkommen!»

Es geschah letzten Februar: Der 58-Jährige Schweizer hausiert von Türe zur Türe mit «Chriesistein-Kissen» - auch an der Haustüre der siebenjährigen Lara. Der Sex-Grüsel verkauft ihr für 17 Franken das Produkt. Danach beginnt er das Kind zu streicheln, zuerst am Rücken, dann im Genitalbereich. Zuletzt führt er seinen Finger in ihre Scheide ein. Als der Täter die Geschichte vor dem Richter nochmals detailiert erzählt, kann die Mutter des Opfers es kaum fassen. «Ich schätze ihn als Wiederholungstäter ein».

Der Hausierer gab die Tat vor Gericht zwar zu, beteuert allerdings, nicht bewusst etwas Unrechtes getan zu haben. Erst als er den Bericht auf «Tele M1» sah, stellte er sich der Polizei. «Es war eine einmalige Sache und wird nicht wieder vorkommen. Es ist halt einfach passiert», sagt der Sexualstraftäter. Das Bezirksgericht Laufenburg verurteilte den Hausierer wegen sexuellen Handlungen mit Kindern zu zehn Monaten bedingt. Ausserdem ordnete das Gericht eine Therapie an. Unglaublich dabei: Die zehn Monate Haft auf Bewährung schienen den Mann weniger zu stören als das vierjährige Berufsverbot. So versuchte er am Ende der Verhandlung mit dem Richter über die lange des Berufsbverbotes zu feilschen. Darauf hin unterbrach ihn der Richter mit dem Satz: «Wir sind hier nicht auf einem orientalischen Basar». Angesichts dieses mangelnden Schuldbewusstseins ist die Strafe für den verurteilten Straftäter viel zu milde. (Tele M1/az/muv)