Harassenlauf

Harassenlauf: Pegoraro streitet Zusage ab

Harassenlauf: Sabine Pegoraro streitet Zusage ab.

Sabine Pegoraro

Harassenlauf: Sabine Pegoraro streitet Zusage ab.

Die Baselbieter Sicherheitsdirektorin Sabine Pegoraro widerspricht den Bierlauf-Organisatoren. Der Kanton habe den Harassenlauf-Organisatoren kein Geld in Aussicht gestellt.

Andreas Maurer

Die bz-Berichterstattung über einen möglichen finanziellen Zustupf des Kantons an einen organisierten Harassenlauf hat hohe Wellen geworfen. Das Schweizer Fernsehen recherchierte in Liestal und Baselbieter Politiker diskutierten eifrig über Sinn und Unsinn einer derartigen Form von Schadensbegrenzung.

Pegoraro blockiert und taktiert

Gegenüber der bz machten die drei potenziellen Organisatoren Jonas Rotzler, Jani Pasanen und Laura Davi eine brisante Aussage. Aus Sabine Pegoraros Sicherheitsdepartement sollen sie folgende mündliche Zusage erhalten haben: «Es soll am Schluss nicht am Geld scheitern.» Die drei Harassenläufer haben die Veröffentlichung dieses Zitat persönlich autorisiert.

Pegoraro setzt dem nun ein Dementi gegenüber. Für das Versenden der Medienmitteilung wählt sie einen Zeitpunkt, der eine geringe mediale Resonanz verspricht: abends um 17 Uhr. «Dem Organisationskomitee wurden keine Zusicherungen über eine Kostenübernahme abgegeben», heisst es darin.

Bedeutet dies, dass eine finanzielle Unterstützung des Kantons ausgeschlossen ist? Pegoraros Sprecher Dominik Fricker lässt diese Frage offen: «Wir sagen dazu nicht mehr und nicht weniger. Im Übrigen haben wir mit den Organisatoren des Harassenlaufs Stillschweigen vereinbart.» Man solle nun zuerst die Harassenläufer in Ruhe ein Konzept erstellen lassen.

Sponsorensuche hat Priorität

Das sehen die drei Bierfreunde ähnlich. Ein möglicher Kantonsbeitrag steht für sie im Moment sowieso nicht im Vordergrund. Sie konzentrieren sich auf die Sponsorensuche und legen Wert auf die Präzisierung, dass bis jetzt nicht alle angefragten Bierfirmen abgewinkt hätten. Zwar haben sie noch keine Zusage erhalten, doch die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen. Über den von der bz ausgelösten Rummel mögen sich die drei nicht freuen.

Dabei sind auch positive Reaktionen eingegangen. Der Reinacher Gemeindepräsident Urs Hintermann könnte sich vorstellen, dass seine Gemeinde den Organisatoren mit Dienstleistungen entgegen kommt (bz von gestern). Das käme die Gemeinde viel günstiger als ein Polizeigrosseinsatz, an den sie dieses Jahr 50 000 Franken beisteuerte.

Auslöser für den Grosseinsatz war eine Messerstecherei am Harassenlauf 2009. Nun gilt es für das Jahr 2011, beides zu verhindern: Gewaltausbrüche wie auch einen teuren Grosseinsatz. Bis Ende Jahr wollen die drei Organisatoren die Lösung des Problems präsentieren.

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