Hans-Jörg «Häse» Grossenbacher tritt an

Die Urdorfer Gemeinderatswahlen vom 7. März könnten spannend werden. Der parteilose Grossenbacher tritt an, die CVP und die Grünliberalen warten noch ab mit Namen.

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Limmattaler Zeitung

Flavio Fuoli

Am 7. März 2010 wird es mit grösster Wahrscheinlichkeit zu Kampfwahlen um die Urdorfer Exekutive kommen. Mit Hans-Jörg «Häse» Grossenbacher meldet bereits der siebte Kandidat für das siebenköpfige Gremium seine Ambitionen an. Nach den drei Rücktritten von Werner Gutknecht (FDP), Philipp Locher (CVP) und Andreas Burger (SP) haben Thomas Hächler (FDP), Jürg Pauli (SVP), Urs Rimensberger (parteilos) und Sandra Rottensteiner (EVP) ihre erneute Kandidatur bestätigt. Von der FDP wird neu Barbara Meerwein, von der SP neu Andreas Herren portiert.

Möglich, dass sich neun Kandidatinnen und Kandidaten um die sieben Plätze bemühen werden. Denn die CVP will den Sitz von Philipp Locher verteidigen. Parteipräsidentin Irmgard Struchen bestätigte gegenüber der Limmattaler Zeitung, dass Gespräche in vollem Gange seien. Möglicherweise könne sie nächste Woche mehr dazu sagen.

«Muss zweites Mal probieren»

Auch die neu gegründeten Grünliberalen melden Ansprüche an. René Gutknecht, Präsident der Bezirkspartei und in Urdorf wohnhaft, bestätigt, dass die GLP «gerne eine Gemeinderats-Kandidatin oder einen Gemeinderats-Kandidaten und ein Mitglied für die Schulpflege stellen würde». Die Findung sei leider noch nicht weit fortgeschritten.

Hans-Jörg Grossenbacher kandidierte ein erstes Mal am 21. Oktober 2007 im Rahmen einer Ersatzwahl für den frei gewordenen Sitz von Barbara Bendel, unterlag aber trotz Achtungserfolg klar. Den darauf folgenden Ersatzwahlkampf für Andreas Weisflog liess er aus, weil seine Frau krank geworden war.

«Ich denke mir, ein zweites Mal muss man es probieren», erklärte er auf die Frage der Limmattaler Zeitung. Das erste Mal hätten wohl alle gedacht, es sei ein Werbegag gewesen. Er habe sich inzwischen besser vorbereitet, Rhetorikkurse belegt und sich besser in die Geschäfte der Gemeinde Urdorf eingelassen und eingelesen. Sicher müsste er sich nach einer allfälligen Wahl ins Amt einarbeiten. Eine grössere Vision habe er derzeit nicht, auch kein Wunschressort. Er würde sich mit seiner Person in den Gemeinderat einbringen wollen.

Komitee mit Ortsparteipolitikern

Grossenbacher kann wie beim ersten Mal auf die Unterstützung eines Komitees zählen, verriet er, dem sogar Politiker aus Ortsparteien angehören würden. Er sieht sich eher als Vertreter der Vereine, des Volks und hat etwa zur Eisbahnabstimmung eine klare, positive Haltung.

Grossenbacher ist 36 Jahre als, verheiratet und Vater zweier Kinder. Er führt das Restaurant Frohsinn und ist in den Dorfvereinen sehr aktiv.