Rotary Club

«Hannes» Schneider-Ammann bei Freunden

«Hannes» Schneider-Ammann bei Freunden

«Hannes» Schneider-Ammann bei Freunden

Rotarier und Nationalrat Johann Niklaus Schneider-Ammann referierte im Rotary Club «Bären»-Saal.

Traditionsgemäss referiert Johann Schneider-Ammann jährlich einmal in «seinem» Rotary Club. Seine kürzlich bekannt gegebene Bundesratskandidatur sorgte am vergangenen Montags-Lunch für ganz besondere Aufmerksamkeit und einen randvollen «Bären»-Saal. Johann Schneider-Ammann versorgte die Langenthaler Rotarier mit Hintergrundinformationen und gab auch Einblick in seine persönlichen Überlegungen.

Johann Schneider-Ammann hat für den Fall, dass er gewählt würde, die Nachfolge bei Ammann geregelt. Die Firma sei gut aufgestellt und verfüge über ein sehr starkes Führungsteam.

Auch eine familieninterne Nachfolge sei absehbar. Sein Sohn Hans-Christian (31) hat soeben das erste Jahr in der Firma beendet und wird im nächsten Jahr im Ausland ein MBA erwerben – um sich nachher definitiv für oder gegen einen Eintritt in die Firma zu entscheiden.

Die Familie unterstütze seine Bundesratskandidatur, obwohl die unvermeidliche Publicity in den Medien nicht unbedingt das sei, was sie suche. Er würde auch als Bundesrat viel Gewicht darauf legen, Mandat und Privatleben zu trennen.

Konstruktive Politik fortsetzen

Als möglicher Bundesrat möchte er konstruktiven und integrativen Teamgeist in den Bundesrat bringen. Als Vertreter des Werk- und Denkplatzes Schweiz könnte er zudem beitragen, der FDP wieder eine realwirtschaftlichere Ausrichtung und Wahrnehmung zu verleihen.

Dadurch könnten die lösungsorientierten Mitteparteien das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen und die vorwiegend populistisch agierenden oder weitgehend auf Staatsgläubigkeit vertrauenden Parteien auf einen vernünftigen und konstruktiven Weg zurück gezwungen werden, bei dem die Resultate und nicht die Einschaltquoten zählen, so Schneider-Ammann.

Trotz seiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit der Presse habe er in den vergangenen Tagen ein bisher ungekanntes Medieninteresse erfahren. Dabei können die Vorschusslorbeeren auch zu einer Belastung werden, weil eine nicht erfüllbare Erwartungshaltung geschürt werde. Zudem würden nun einzelne Journalisten auch nach dem berühmten Haar in der Suppe suchen.

Land und Markt mit Zukunft

Eine Bundesdelegation unter der Leitung von Bundesrätin Doris Leuthard hat vor kurzem China besucht mit dem Ziel, ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China auszuhandeln. Johann Schneider-Ammann war mit dabei. Er habe festgestellt, dass die Schweiz für eine Supermacht wie China vor allem aufgrund der zentralen Lage in Europa und ihrer politischen Unabhängigkeit von einem gewissen Interesse sei.

China sichere sich in sehr systematischer Art und Weise den Zugriff auf die Rohstoffe dieser Welt. Dies erfolge weitgehend ohne wirkliche Beachtung durch die westliche Welt, lasse aber schon einige Fragezeichen und Befürchtungen aufkommen für die Zukunft. China kaufe sich sehr strategisch in Firmen ein oder übernehme solche, welche bereits über moderne Technologie verfügten.

Nachdem er die Anwesenden dazu aufgerufen am 26. September der Vorlage Arbeitslosenversicherung zuzustimmen, äusserte sich Johann Schneider-Ammann bezüglich des Präsidiums Swissmem (Arbeitgeberverband Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie). Bei Swissmem gebe es eine klare und funktionierende Stellvertreterregelung, welche es erlaubt, mit einer möglichen Nachfolgeplanung bis nach den Bundesratswahlen zuzuwarten.

Im Zusammenhang mit seinem Präsidium wurden wiederholt Differenzen zwischen Swissmem und der Finanzindustrie moniert. Tatsache sei, dass Swissmem ein grosses Interesse habe, die «Too big to fail»-Problematik der Grossbanken zu lösen. Dies sei im Interesse des ganzen Landes. Mit Applaus verabschiedeten die Langenthaler Rotarier «ihren Hannes» und wünschten ihm viel Glück und Erfolg für die anstehende Wahl. (uby/mgt)

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