Trauerveranstaltung

Haitianer beten für die Erdbebenopfer

Präsident Préval (2. v. l. ) wischt sich eine Träne ab

Präsident Préval (2. v. l. ) wischt sich eine Träne ab

Tausende von Haitianern haben sich im zerstörten Zentrum von Port-au-Prince versammelt, um dort der Opfer des Erdbebens vom 12. Januar zu gedenken. Die Regierung hatte den 12. Februar zum Tag der Trauer und des Gedenkens erklärt.

Am Rande der Trauerveranstaltung in der Nähe des eingestürzten Präsidentenpalastes kam es auch zu Demonstrationen gegen Präsident René Préval, der im Fernsehen zu den Menschen sprach. "Ich bin hier als einfacher Bürger, als Familienvater, um mich Eurem Schmerz anzuschliessen", sagte Préval.

Gleichzeitig rief er seine Landsleute auf, zusammenzustehen und für den Wiederaufbau ihres Landes zu arbeiten. Unterdessen kündigte Premierminister Jean-Max Bellerive an, an diesem Samstag in die Dominikanische Republik zu fahren, um dort mit Experten Planungen für den Wiederaufbau Haitis zu beginnen.

Bei dem Beben vor einem Monat waren in Port-au-Prince nach Schätzungen der Regierung 217'000 ums Leben gekommen. Der amerikanische Ex-Präsident Bill Clinton sprach Spendern, Helfern und den Betroffenen in Haiti seine Anerkennung aus.

Dank der grosszügigen Unterstützung von Institutionen und privaten Spendern in aller Welt könnten die Überlebenden der Naturkatastrophe mit Wasser, Nahrung, medizinischen Hilfsmitteln und Notunterkünften versorgt werden, sagte Clinton, der für die Vereinten Nationen die internationale Hilfe in dem Karibikstaat koordiniert, in New York.

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