Der Angeklagte ist geständig. Ihm droht wegen vorsätzlicher Tötung und brutaler Misshandlung lebenslange Haft. Sein Anwalt will auf Schuldunfähigkeit plädieren. Das Urteil im nordfranzösischen Rouen wird Donnerstag erwartet.

Ausgangspunkt der Tat im Januar 2007 war den Ermittlungen zufolge eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern um die Sauberkeit in der Zelle. Ein dritter Häftling war anwesend, er schritt bei dem Streit und dem anschliessenden Kampf aber nicht ein.

Der Angeklagte soll seinen 41-jährigen Mithäftling mit Müllsäcken erstickt haben. Dann öffnete er ihm der Anklage zufolge mit einer Rasierklinge den Brustkorb und entnahm einen Teil der Lunge. Er dachte allerdings, es handle sich um das Herz des Toten.