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H2: Kanton baut an Riesenkreisel

Knotenpunkt: Der geplante Hülften-Kreisel kommt mit seinen 66 Metern Aussendurchmesser sprktakulär oberhalb der H2 zu liegen.

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Knotenpunkt: Der geplante Hülften-Kreisel kommt mit seinen 66 Metern Aussendurchmesser sprktakulär oberhalb der H2 zu liegen.

Auf der grössten Baustelle in der Region, der 4,5 Kilometer langen H2 zwischen Pratteln und Liestal, ist derzeit einiges los: Gestern ist bei der Hülften der Spatenstich zum Grosskreisel erfolgt.

Hans-Martin Jermann

Der Baselbieter Baudirektor Jörg Krähenbühl hat im Gebiet Hülften den Startschuss gegeben zu einem wichtigen Bauwerk der H2: Beim neuen Anschluss Pratteln Ost entsteht - teils auf Stützen oberhalb der neuen Schnellstrasse - ein sechsarmiger Grosskreisel. Die Ausmasse beeindrucken: Mit einem Durchmesser von 66 Metern wird er der grösste in der Nordwestschweiz sein. An den Kreisel werden dereinst die Rheinstrasse, die nach Pratteln führende Krummeneichstrasse sowie die Auffahrts- und Abfahrtsrampen der H2 angeschlossen.

Riesige Aufschüttungen im Gebiet Hülften zeugen derzeit von den Vorbereitungsarbeiten. Der Bau von Kreisel und H2 an einem der meistbefahrenen Strassenabschnitte im Kanton stellen hohe Anforderungen an die Durchleitung der vielen Autos und Lastwagen. Zahlreiche, immer wieder wechselnde Provisorien sollen dafür sorgen, dass der Verkehr flüssig bleibt. Im Osten der Baustelle wird in den kommenden Monaten dazu ein grosser Hilfskreisel mit 55 Metern Durchmesser erstellt.

Aufwändige Provisorien helfen sparen

Lohnt sich der Aufwand für solch riesige Bauten, die wieder abgerissen werden? «Ja», sagt H2-Projektleiter Rudolf Büchler. Der Entlastungs-Kreisel garantiere, dass auf der «richtigen» Baustelle die Arbeiten rasch vorankämen. «Im Endeffekt hilft er uns sogar sparen.» Die Aufschüttungen stammen mehrheitlich vom Aushub des Schönthal-Tunnels: «Dieses Material hätten wir ohnehin bewegen müssen», kommentiert Büchler.

Die Provisorien garantieren, dass am Knotenpunkt Hülften während der Hauptarbeiten zwischen Ende 2009 und Mitte 2011 sämtliche Fahrtrichtungen erreichbar bleiben. Auch die Anzahl Fahrspuren soll nicht reduziert werden, verspricht die Projektleitung. Dennoch macht sie auf mögliche Behinderungen aufmerksam und empfiehlt, den Öffentlichen Verkehr zu benutzen.

Die Projektleitung informiert zudem über den Stand der Dinge bei den anderen H2-Baulosen. «Wir kommen planmässig voran», stellt Büchler fest.

- Beim Abschnitt Süd (Liestal) haben die Abbrucharbeiten der alten Ergolzbrücke begonnen. Praktisch auf der Höhe des Kantonsspitals ist eine Hilfsbrücke errichtet worden, die nun den H2-Verkehr aufnimmt. Der dortige Vollanschluss Liestal Nord soll laut Büchler bis Ende Jahr fertiggestellt sein. Zudem läuft derzeit das Auflageverfahren für die geplante Fussgänger- und Radwegbrücke.

- Zum Schönthal-Tunnel ist eine Beschwerde gegen den Vergabe-Entscheid der Regierung vor Kantonsgericht hängig (siehe Box unten).

- Am Nordportal des Tunnels (wenige hundert Meter östlich des McDonalds) ist der Halbanschluss Frenkendorf/Füllinsdorf Nord mit seinen Rampen und der Brücke über die Wölferstrasse bereits gebaut.

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