Daniel von Känel

«Ich will euch dazu animieren, kreativ zu sein», sagte Guido Maier bei der Begrüssung. Doch zuvor wurden die zahlreichen Gewerbetreibenden von Gewerbe Region Frick in die neue Produktionsstätte an der Werkstrasse in Laufenburg geschleust. Wer einen Lebensmittelbetrieb betritt, wäscht zuerst die Hände, desinfiziert sie. Auch die Schuhsolen werden in der Schleuse gereinigt.

Handarbeit und High-Tech

Mit Schürze und Haube gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Betriebsbesichtigung ans Werk. Der Teig war vorbereitet, unter fachkundiger Leitung entstanden kleine Zöpfe und Bretzel. Die prakische Einführung in den Betrieb war gelungen. Die Backwaren kamen in den Ofen, es war Zeit für die Besichtigung.

Die Gwerbler erfuhren viel über die Art und Weise, wie in dieser Produktionsstätte Brot und zahlreiche andere Produkte hergestellt werden. Handarbeit ist wohl nach wie vor gefragt, doch die grosse Backstube ist auch mit High-Tech ausgerüstet. Konditorei, Personal-, Büro- und Kühlräume sowie das Mehl- und Rohmateriallager gehören ebenfalls zum Gebäude, das dieses Jahr an Pfingsten in Betrieb genommen wurde. Rund 80 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, die Produktion läuft während sieben Tagen in der Woche.

50 Prozent der Waren werden in eigenen Verkaufsgeschäften in Laufenburg, Aarau und Lauffohr/Brugg vertrieben, 50 Prozent sind Engros-Lieferungen. Der Mehlverbrauch im Jahr 2008, sagte Guido Meier, habe 355 Tonnen betragen.

Ofenfrisches Geschenk

Nach der Führung, die von Familienmitglieder zweier Generationen durchgeführt wurden, war es Zeit für den Apéro. Zudem konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Betriebsbesichtigung ihre Zöpfe und Bretzel abholen. Diese waren in der Zwischenzeit nämlich zu ofenfrischen Köstlichkeiten geworden.