Skigebiet First

Guter Winter – und der Sommer?

Viel Schnee im Skigebiet First – bald erste Sommersaison für First-Flieger.

First

Viel Schnee im Skigebiet First – bald erste Sommersaison für First-Flieger.

Wenn nicht zu viel Schnee lag, war der Winter gut – unterschiedliche Prognosen für Sommer Mit schneereichem (Rekord-) Winter zufrieden – gespannt auf das Sommergeschäft. So lassen sich die Rückmeldungen der Touristiker im Berner Oberland zusammenfassen.

Samuel THomi

Schliesslich hielt der Frühling auch im Unterland Einzug. Dem Oberland steht das erst noch bevor. Denn in mehreren Tourismusdestinationen in den Berner Alpen laufen einzelne Skilifte dieses Wochenende noch ein letztes Mal; auf dem «Glacier
3000» gar noch bis am 3. Mai. Fragt sich also, wie lautet die Biland?
«Nach fast ausgebuchten Festtagen lief auch der Januar sehr gut», kommentiert Bruno Reber. Der Geschäftsführer von Diemtigtal Tourismus sagt, im Februar habe es «fast zu viel geschneit»; im März sei besseres Wetter gewesen, was auf Tagestouristen grossen Einfluss habe.

Als «einen der besten Winter der letzten zehn Jahre» sieht Kerstin Sonnekalb von Gstaad Saanenland Tourismus. Dies, auch wenn die Logiernächte um rund fünf Prozent gegenüber dem Rekordwinter 2007/08 zurückgingen. In Bezug auf die Krise lasse sich feststellen, dass die Gäste weder weniger noch mehr Geld ausgäben. Mit 10 083 Fahrgästen respektive 18,3 Prozent Zunahme habe sich im zweiten Jahr auch der «White Bull», der Schneezug der BLS von Bern direkt ins Saanennland, äusserst bewährt. Das zeige sich beispielsweise nicht zuletzt auch im Umsatzplus von 3 Prozent der Bergbahnen im Gebiet von Gstaad Mountain Rides. Als Neuerung für Sommer ist eine Easyacces-Card geplant; ein all inclusive-Paket für die Region.

Gute Saison für Investitionen

«Die Saison begann zum Glück sehr früh», so Matthias Kurt von der Region Adelboden Lenk. Erstmals hätten sie daher über 15 000 Saisonabos verkauft. Am 2. Januar folgte mit 29 622 gezählten Gästen ein neuer Tagesrekord; insgesamt seien es diesn Winter gut eine Million gewesen, auch wenn die Saison auf der Engstligen - «vorausgesetzt das Wetter spielt mit» - bis 3. Mai verlängert wird. Mit 37 Millionen Franken Umsatz (35 Mio. Vorjahr) sei die Region aber auch finanziell auf Rekordjagd. «Wir dürfen mit dem Winter sehr zufrieden sein», kommentiert Kurt. Man dürfe aber nicht vergessen, dass «mehr Schnee meist auch höhere Kosten» verursache.

«Wir erreichen wohl das Vorjahresergebnis», sagt Hans Beeri, Direktor der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg. «Während früh viel Schnee lag, hatten wir danach verschiedenste Situationen, im März gar bis zu vier Meter Neuschnee». Diese «teilweise extremen Wettereinflüsse» hätten die Kunden aber nicht abgeschreckt; dass die Talabfahrten so lange wie dieses Jahr offen gewesen sei könnte man sich kaum noch erinnern. Bieri kommentiert, als Destination, die zahlreiche Investitionen plant, «sind wird sehr froh um eine solch gute Saison».

Jungfrau-Region profitiert weniger

Sämi Salm von der Jungfrau-Region kommentiert: «Es ist grundsätzlich schwierig, nach dem letzten Rekordwinter dieses Jahr nochmals solche Zahlen zu erreichen.» Er habe bisher aber keine Rückmeldungen von Hoteliers, die völlig unzufrieden wären. Das gelte auch für die Gastronomie. In Geschäften seien die Umsätze diesen Winter jedoch «etwas schwächer ausgefallen aus als in früheren Jahren». Bei den Wintersportbahnen in der Jungfrauregion fiel die Saison ebenfalls gut aus - nach Besucher- und Umsatzrekorden im Vorjahr.

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