BEA
Guggers-Hörnli und das Universum

An der BEA/Pferd 2009 gibts ab Samstag Bergspitzen zu essen – und das Weltall zu bestaunen.

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Samuel Thomi

Ab Freitag dauerts vom Erdtrabanten Mond in die bernische Randregion Schwarzenburgerland, zuoberst auf das beliebte Ausflugsziel Guggershörnli, nur noch ein paar wenige Schritte. Ab da, und noch bis am Sonntag, 25. Mai, sind das Universum (als «Gastland», vgl. Kontext unten) und die «Region Gantrisch» mit einer Sonderschau in nächster Nähe an der BEA/Pferd 2009 am Guisanplatz präsent.

BEA/Pferd: Messe-Vielfalt trotz der Krise

Von Krise keine Spur: Wie in den Vorjahren zählt die BEA/Pferd 2009, die morgen Freitag ihre Tore öffnet, rund 900 Aussteller. Laut Heiner Schwarzenbach, Mitglied der BEA-Geschäftsleitung, entwickelt sich das Messegeschäft «eher antizyklisch». Um Produkte «optimal und persönlich zu präsentieren» suchten Unternehmer «derzeit verstärkt die Kundennähe». Ein Grossteil der Ausstellung dreht sich an der BEA traditionellerweise auch dieses Jahr wieder um landwirtschaftliche Themen; so sind erneut rund 600 zwei- und vierbeinige Tiere für die Show angemeldet. Ein besonderes Jubiläum feiert dabei die «Pferd»-Ausstellung; sie findet heuer zum 20. Mal statt. Daher, so Schwarzenbach, seien «spezielle Shows zu einem speziell guten Preis» geplant - «als Dankeschön für die jahrelange Treue der Gäste.» 2009 heisst das Gastland Universum - mit ihm ist auch die Uni Bern präsent, die das 175-Jahre-Jubiläum feiert. Rektor Urs Würgler versprach Einblicke in die Weltraumforschung - «von der ersten Mondlandung bis heute» und einen Raketen-Wettbewerb. Die «Blühende Halle» überrascht mit einer Gesundheitsoase und den Traumgärten; im «Grünen Zentrum» ist das Schweizer Fleisch Thema. Ebenfalls Präsent an der BEA ist der Kanton mit der «Sport-Halle» und die Forstwirtschaft mit dem Holzerwettkampf. Kulinarisch verspricht die diesjährige BEA/Pferd nebst zahllosen Degustationsmöglichkeiten, den Guggers-Hörnli (vgl. Haupttext) auch eine Neuauflage der BEA-Wurst. (sat)

BEA/Pferd vom 15.-24. Mai 2009, je 9-18 Uhr (letzter Tag erst ab 10.30 Uhr); Degustationen: 10.30-19.30 Uhr. Eintrittspreise: 15/10/5 Fr. Internet: www.beapferd.ch.

«Kein Witz», sei dies. «Wir bieten nicht nur ein sechs Meter hohes und zehn Meter breites Miniature-Guggershörnli zum Besteigen, sondern auch richtige Guggers-Hörnli zum Essen», schwärmte Armin Fuchs bei der gestrigen Medienpräsentation. «Für den Ohrenschmaus hatte ich zudem die Idee für einen Guggers-Hörnli-Song». Gesagt getan, erzählt der umtriebige Thuner, der am Gantrisch seit Jahrzehnten ein Ferienhaus besitzt und der Region mit seinem freiwilligen Engagement auf diesem Weg «etwas zurückgeben» will. Die «Trubadure» nahmen eine eingängige Hymne auf die «Guggers-Hörnli» auf (vgl. Kasten unten rechts).

«Probieren Sie zuerst»

Was denn Speziell sei an den 3-Eier-Teigwaren, hergestellt in Kriens OW aus kanadischem Hartweizengriess und Quellwasser? «Sie wurden anders herum gekrümmt als herkömmliche Teigwaren», so Fuchs knappe Antwort. «Ganz sicher», wehrt er die kritische Nachfrage ab. «Probieren Sie zuerst, bevor Sie sich ein Urteil darüber bilden.»

Rund um den Guggershörnli-Nachbau hat Fuchs das Messe-Dorf «Gantrisch» mit Ständen lokaler Gewerbetreibender aufgebaut; in einem Zelt werden regionale Spezialitäten serviert.

Zehntausende Vrenelis gesucht

Daneben würden während der BEA/Pferd auch total 700 Einwohner der Gantrisch-Region in unterschiedlichster Mission nach Bern pilgern und dort auftreten.

Am Sonntag, 17. Mai, streben Armin Fuchs und sein OK-Team zudem einen Rekord an: «Zehntausende ‹Vrenelis›» sollen am ersten «Vreneli-Tag» in Anspielung auf das berühmte Lied «Vreneli ab em Guggisbärg» an die BEA strömen. Jedes Vreneli, das sich ausweisen kann und in Tracht erscheint, erhält freien Eintritt, kostenlos Speis und Trank und eine Souvenirtasche.

PS: Die «Guggers-Hörnli» gibts nicht nur an der BEA, sondern auch in Restaurants im Schwarzenburgerland zu probieren oder bei regionalen Detaillisten zu kaufen.

Internet www.guggershoernli.ch oder www.vrenelitag.ch und www.gantrisch.ch.

Günstiger an die BEA

Während der BEA/Pferd rechnet die Kantonspolizei Bern wegen erhöhtem Besucheraufkommen wiederum mit erheblichen Auswirkungen auf den Verkehr. Sie rät daher, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen; der Individualverkehr möge den Wegweisern «P-Messe» folgen. An Wochenenden fährt ein Shuttle-Buss vom Shoppyland Schönbühl zum Messegelände. Der Tarifverbund Libero bietet während der BEA mit dem Veranstaltungs-Ticket («V-Ticket») die Anreise 20 Prozent vergünstig an; der Eintritt kostet so 12 statt 15 Franken. (pkb/sat)