Grünes bequemer entsorgen

Grösser, dafür benutzerunfreundlich, ist die Grüngutsammelstelle in Wynigen. Das soll sich nun für rund 60 000 Franken ändern. Ersetzt wird im gleichen Hub auch die Alteisensammlung.

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Sammelstelle_dsc.jpg

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Solothurner Zeitung

Marisa Cordeiro

«Das ehemalige Provisorium ist zum Providurium geworden», sagt der Wyniger SVP-Gemeinderat Hans Peter Oppliger, Ressortchef Tiefbau. Mit dem Providurium meint er die Grüngutsammelstelle in der Bleuenmatte, die 2004 versuchsweise erstellt wurde. Inzwischen ist die Nachfrage nachweislich gross und das Bestreben, die Entsorgungskosten zu minimieren, drängt sich auf. Gemäss Oppliger musste die 16 Kubikmeter grosse Mulde bis zu zehnmal pro Jahr geleert werden.

«Das war immer aufwändig»

Um die Transporte zu senken, wurde die Mulde im Frühling durch eine gut doppelt so grosse, mit einem Volumen von 36 Kubikmetern, ersetzt. Diese aber brachte den Nachteil mit, dass sie sich aufgrund ihrer Grösse als benutzerunfreundlich erwies, sagt Oppliger. «Die Grünabfälle können nur mit Anstrengung und von Hand in die Mulde gehoben werden.» Solche Umstände forderten nach einer baulichen Anpassung, die im Investitionsplan für dieses Jahr vorgesehen ist.

Ebenfalls nach einer Optimierung verlangt die Alteisensammlung, die bisher zweimal im Jahr an festgelegten Daten stattfand. «Das war immer eine aufwändige Angelegenheit», sagt Oppliger. Deshalb wird sie im November letztmals stattfinden. Bisher erhielt ein Alteisenhändler jeweils den Auftrag, Leute aus der Region zu engagieren, um das Altmetall einzusammeln und anschliessend vor Ort noch zu sortieren. Die geleisteten Arbeitsstunden verrechnete er der Gemeinde. Künftig soll eben diese Sammlung durch eine, ebenfalls 36 Kubikmeter grosse Mulde ersetzt werden. «Mit der permanenten Sammelstelle fällt nun der erwähnte Aufwand weg», sagt Oppliger.

Für das Gesamtvorhaben hat der Gemeinderat Anfang Juni einen Projektierungskredit von 5000 Franken genehmigt. Inzwischen ist die Planung abgeschlossen, und der Gemeinderat hat den Verpflichtungskredit von 60 000 Franken bewilligt. Damit sollen entlang der natürlichen Böschung eine Stützmauer erstellt, die neue Alteisensammelstelle installiert sowie ein Dach über der Grüngutmulde errichtet werden.

Grüngut jetzt billiger entsorgen

Ausserdem hat die Tiefbaukommission mit der Muldentransportfirma inzwischen auch einen neuen Preis ausgehandelt: Fortan bezahlt Wynigen für den Transport pauschal 250 Franken, zuvor waren es 320 Franken. Dies, weil der Weg nun kürzer ist. Künftig wird das Grüngut nicht mehr in Utzenstorf, sondern im Biglental entsorgt. Neu kostet die Entsorgung 150 Franken pro Tonne. Zuvor wurde die Deponiegebühr pro Kubikmeter verrechnet. «Aufgrund dessen können wir noch nicht sagen, ob das Deponieren letztlich günstiger wird», sagt Oppliger und versichert zugleich, dass jedenfalls die Grüngutentsorgung als Ganzes billiger werde.

Bis am 10. August liegt das Baugesuch in der Gemeindeverwaltung zur Einsicht auf. «Einsprachen würden mich überraschen», sagt der Ressortchef Tiefbau weiter und begründet: «Das Verlangen nach einer guten Lösung ist gross.» Entsprechend rechnet er mit einem Baustart im September. Die Arbeiten dürften wenige Wochen in Anspruch nehmen, schätzt er. Während dieser Zeit könne die Sammelstelle - wenn auch eingeschränkt - benutzt werden.

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