Grünes Licht für das neue Gesicht in Aaraus Altstadt

Der vom Volk beschlossenen Neugestaltung der Aarauer Altstadtgassen steht nichts mehr im Wege. Nach dem Rückzug einer Beschwerde kann der Startschuss für die Bauarbeiten im nächsten März erfolgen.

Hermann Rauber

Vor genau einem Jahr haben die Stimmberechtigten an der Urne einen Kredit über 7,4 Millionen Franken für die Neugestaltung der Aarauer Altstadtgassen gutgeheissen. Die öffentliche Auflage des Bauprojektes aber löste im vergangenen Frühling nicht weniger als 62 Einsprachen aus. Im Sommer bereinigte der Stadtrat das Verfahren, hatte die Rechnung aber ohne einen Hauseigentümer an der Rathausgasse gemacht. Dieser zog seine Bedenken in Form einer Beschwerde an das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau weiter.

Knackpunkt Gitterroste

Es ging dem Liegenschaftsbesitzer hauptsächlich um die Zufahrt zu Haus- und Geschäftsräumen für den Güterumschlag und Anlieferungen. Knackpunkt waren die Gitterroste über der neuen Wasserrinne in der Rathaus- und Metzgergasse. In Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Beschwerdeführer konnten die Ungereimtheiten bereinigt werden. In einem Vergleich halten beide Parteien fest, dass «die künftigen Gitterroste technisch derart ausgestaltet sind, dass sie befahren werden können». Die Roste werden «im Dialog mit den Nutzern platziert» und deren Interessen mitberücksichtigt, «sofern dies sachlich ausgewiesen ist». Mit dieser Zusicherung im Sack zog der Eigentümer seine Beschwerde beim Kanton zurück, was heisst, dass der Baufreigabe nichts mehr im Wege steht.

Am meisten moniert haben die Einsprecher generell die Freihaltung eines 1,5 Meter breiten Streifens entlang der Häuserfassade. Auch hier hat der Stadtrat nachgegeben, für eine behindertengerechte Oberfläche sorgen neu so genannte geflammte Pflastersteine. Die Kosten für diese Massnahme können im bewilligten Baukredit aufgefangen werden.

Realisierung in Etappen

Der Start für die Realisierung fällt im nächsten März, wobei der genaue Termin noch vom Wetter abhängig ist. Begonnen wird am Zollrain und an der Kronengasse. «Bei der Etappierung müssen wir Grossanlässe wie Maienzug, MAG oder Rüeblimärt berücksichtigen», erklärt Peter Mühlebach, Leiter der Sektion Tiefbau des Stadtbauamtes. Und auch am Eidgenössischen Schützenfest im nächsten Juli soll sich die Aarauer Altstadt nicht als Baustelle präsentieren. Nach der Laurenzentor- und der Metzgergasse ist dann im Jahre 2011 die Rathausgasse an der Reihe. Je nach Abschnitt werden gemäss Mühlebach die Schichtzeiten erweitert, sie können maximal für kurze Phasen von 6 bis 22 Uhr dauern. «Wir besprechen den genauen Bauablauf jeweils mit den betroffenen Wirten und den Geschäftsinhabern», verspricht Peter Mühlebach.

Das Ende der «Locherei» und die feierliche Eröffnung der neu gestalteten Altstadtgassen sind Anfang 2012 vorgesehen.

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