Strom

«Grüner» Strom flackert auf

Reservoir West:  Eine Trinkwasserturbine würde hier den grössten Nutzen bringen. Sl

Reservoir West

Reservoir West: Eine Trinkwasserturbine würde hier den grössten Nutzen bringen. Sl

Eine Spezialkommission brütet über der Machbarkeit und vor allem Wirtschaftlichkeit eines Kleinwasserkraftwerkes in Lengnau. Derweil fliesst für die Initianten zu viel Wasser ungenutzt durch die Leitungen der Wasserversorgung.

Jürg Amsler

«Im Sommer hat der Gemeinderat den Planungsausschuss Energiepolitik eingesetzt und ihn beauftragt, das Projekt Kleinwasserkraftwerk weiter zu prüfen. Es ist nur eines von einigen, die Wege für die künftige Energiepolitik in der Gemeinde aufzeigen sollen.»

Daniel Ochsner, Leiter der Bau- und Werkabteilung Lengnau, konkretisiert: «Die Spezialkommission unter Leitung von Gemeinderat Jan Meyer hat Finanzierbarkeit und Rentabilität eines Kleinwasserkraftwerkes zu prüfen.

Wenn Zahlen vorliegen, werden diese dem beschlussfassenden Gremium unterbreitet.» Der Bauverwalter nennt nicht nur die von der Behörde eingeleiteten Schritte für dieses Projekt, sondern schiebt gleich nach: «Es ist nicht die dringlichste Aufgabe, die vom Ausschuss angepackt werden muss.»

Komitee ist nicht untätig

Die Initianten des Projektes freuts, dass ihr Anliegen nicht in den Schubladen verstaubt. Sie können Verständnis für dieses Vorgehen aufbringen - auch wenn für sie zu viel Zeit verstreicht und Wasser weiterhin ungenutzt durchs Leitungsnetz fliesst. «Wir können nur hoffen, dass vom Gemeinderat bald ein Entscheid gefällt wird, damit die begonnene Arbeit fortgesetzt werden kann.» Karl Renfer und seine Mitstreiter im Komitee Pro Wasserkraft sind nicht untätig geblieben.

«Wir haben beim Bundesamt für Energie das Gesuch für die kostendeckende Einspeisevergütung eingereicht.» Renfer erklärt: «Es ist also durchaus möglich, dass die Gemeinde Lengnau bei der Realisation des Projektes mit Beiträgen aus der Bundeskasse rechnen kann.»

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