Die Partei stört sich erstens am fehlenden Fussgängerstreifen über die Bahnhofstrasse zwischen Post und Bahnhofplatz. Diese wurde bis gestern besonders stark begangen, weil ein Teil der Personenunterführung gesperrt war. Da diese ab heute wieder durchgängig offen ist, dürfte sich die Frage an den Stadtrat erübrigen, ob sich dieser «innert nützlicher Frist» für einen provisorischen Fussgängerstreifen einzusetzen gedenke. Stadtpolizeichef Daniel Ringier sagte in der AZ vom 12.Januar, ein solches Provisorium wäre «zu gefährlich».

Wann ein «im Rahmen der Sanierung der Bahnhofstrasse vorgesehener» Fussgängerstreifen realisiert werde, möchten die Grünen weiter wissen. Die 2002 beschlossene Neugestaltung der Bahnhofstrasse, die wegen einer Beschwerde lange blockiert war und nun an die Hand genommen werden soll («Sonntag» vom 31. Januar), sieht allerdings einen Mittelstreifen vor. So müssten die Fussgänger die Strasse zumindest nicht in einem Anlauf queren.

Zweitens ist den Grünen in der AZ vom 23. Januar aufgefallen, dass der Unterführungsteil unter den Gleisen von den SBB nur einer Pinselrenovation unterzogen werden soll. Ihre Frage lautet deshalb: «Was hat der Stadtrat unternommen bzw. was wird er unternehmen, um die SBB zur Sanierung zu bewegen?» Aaraus Tiefbauchef Peter Mühlebach stellte gegenüber dieser Zeitung die Sanierung des städtischen Schlussabschnitts der Unterführung in Aussicht, sollten die SBB doch mehr in ihr Zwischenstück investieren.

Nord- und Westtangente

Eine andere Anfrage der Grünen Aarau betrifft zwei neue Strassen im Richtplan. Die so genannte Nordtangente wäre eine weitere Einfallsachse von Osten in die Kantonshauptstadt, die Westtangente würde von der Wöschnau auf den Distelberg führen. Die Partei findet, «dass solche Strassenprojekte vor allem viel kosten und noch mehr Verkehr anziehen, aber keinen Nutzen bringen». Die Grünen interessiert nun die Haltung des Stadtrats.

Stadtammann Marcel Guignard zeigte sich an einer Präsentation der Richtplanrevision im November überrascht von den Plänen des Kantons. Dessen Raumentwicklungschef relativierte jedoch, die Tangenten seien momentan «nicht mehr als ein Filzstiftstrich». (trö)