In den schottischen Highlands froren die Menschen in der Nacht bei bis zu minus 21,6 Grad, wie der Wetterdienst mitteilte. Tausende britische Schulen meldeten weiterhin schulfrei.

In ganz Grossbritannien wuchs die Sorge um die Gasversorgung: Bei 27 grösseren Unternehmen wurde der Gashahn zugedreht, um Versorgungsengpässe zu vermeiden.

Die Strassen glichen Rutschbahnen, der Bahn- sowie der Flugverkehr wurden behindert. Wegen der klirrenden Kälte strich auch die Bahngesellschaft Eurostar die Hälfte ihrer Züge zwischen Paris und London.

Auch in Frankreich, Spanien und Italien sorgte das Winterwetter für Verkehrsbehinderungen; Grenzübergänge wurden gesperrt, der Schwerverkehr gebietsweise untersagt. In der Gegend um Arles und nahe Montpellier fiel für mehr als 20'000 Menschen der Strom aus, weil Leitungen unter der Schneelast zusammengebrochen waren.

In den Niederlanden frönen immer mehr Menschen bei anhaltendem Frost dem Schlittschuhlaufen. In vielen Teilen des wasserreichen Landes sind Kanäle, Flüsse und Seen inzwischen durchgefroren.

In China herrscht seit Tagen Eiseskälte. Das nationale Wetteramt sagte voraus, dass eine weitere Kaltfront in den nächsten zehn Tagen grosse Teile des Landes erfassen wird. Nachdem der Energieverbrauch sprunghaft angestiegen war, wurde in einigen Teilen des Landes der Strom rationiert.

In Harbin, der Hauptstadt der nordöstlichsten Provinz Chinas, bieten Eis und Schnee hingegen eine märchenhafte Kulisse für verliebte Paare. Bei Minustemperaturen um 20 Grad gaben sich allein am Mittwoch 28 Brautpaare beim Eisfestival das Ja-Wort.