Ruedi Bachmann
Grosser Kleinbasler geehrt

Zum siebten Mal verleiht die GGG ihren Preis an Menschen, die zum Wohle der Allgemeinheit handeln. Ruedi Bachmann erhält die diesjährige mit 10 000 Franken dotierte Auszeichnung.

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GGG-Preis

GGG-Preis

bz Basellandschaftliche Zeitung

Franz Osswald

Im Quartier sieht man ihn vor allem auf dem Fahrrad oder zu Fuss, wenn er auf dem Weg zum Bärenfelser-Käffeli ist, wo er bereits frühmorgens beim Zeitungslesen anzutreffen ist, oder auf dem Gang zur Quartierkoordination: Ruedi Bachmann, der nicht nur im Kleinbasel beheimatet ist, sondern das Quartierleben auch aktiv mitgestaltet hat. Ihm wurde gestern der GGG-Preis für seine vielfältigen Verdienste, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, vermittelnd aufzutreten und dem Kleinbasel eine Stimme, nein viele Stimmen zu geben, verliehen.
So viele Stimmen nun für das Kleinbasel eintreten, so viele Menschen stehen auch hinter den Aktivitäten, die Ruedi Bachmann für sein Kleinbasel entwickelt hat. «So steht der GGG-Preis stellvertretend auch für die vielen Mitstreitenden, zu denen nicht zuletzt auch Ruedi Bachmanns Ehefrau Judith zählt», sagte Peter Felber, Vorsteher der GGG, in seiner Laudatio. Ruedi Bachmann engagiere sich auch dafür, dass Menschen so sein und leben dürfen, wie sie sind - auch in ihrer Andersartigkeit.

Vieles gäbe es aufzuzählen, was der Preisträger in seinem Leben initiiert und auch umgesetzt hat. Da wäre die Quartierkoordination Unteres Kleinbasel oder die Wohnstrasse Bärenfelserstrasse, die erste ihrer Art in Basel. Dem Architekten war auch das Erscheinungsbild der Strasse ein Anliegen. Dass dort heute nicht einfach 0815-Blöcke stehen, ist seinem Engagement zu verdanken. Der Quartiertreffpunkt Davidseck ist mit dem Namen des Preisträgers verbunden, bei der Gründung der Stiftung Abendrot war er beteiligt, bei Oekostadt, der Innovationswerkstatt oder beim Verein «mozaik». Und erst kürzlich, als der neue Rheinweg zwischen Dreirosen- und Johanniterbrücke feierlich eingeweiht wurde, gelangte Regierungsrat Hans-Peter Wessels mit dem Solarboot der IG Rheinbogen ans Kleinbasler Ufer - auch bei diesem Solarboot war Ruedi Bachmann eine treibende Kraft.

Vorbildcharakter

Mit Ruedi Bachmann erhalte eine Person den GGG-Preis, die Vorbildcharakter aufweise. Und Vorbilder seien meistens nicht erst 25 Jahre alt, weil sie im Leben eben etwas vorbildlich vorgelebt, etwas erreicht und geschaffen haben, meinte Peter Felber. Ruedi Bachmann selbst hätte den Preis lieber einer jüngeren Person verliehen, im Sinne eines Ansporns. Für die GGG ist Ruedi Bachmanns Leistung Ansporn genug für Jüngere, Gleiches zu tun.

Ruedi Bachmann gab die Lorbeeren gleich weiter an die GGG: «Ich stand bei manchem Projekt als Bittsteller vor der Türe und bin wohl deshalb bei der GGG so bekannt und als Preisträger ausgewählt worden.» Bachmanns Tipp: Etwas stehen lassen, bis es entsteht oder «c'est le provisoire, qui dure». Das Preisgeld wird Bachmann verteilen, 1300 Franken seien für eine Busse bestimmt, die die Rheinpolizei engstirnig ausgesprochen hat, ohne dass jemand angehört wurde, sagte Ruedi Bachmann. Musikalisch wurde die Feier von Ärnschd Born umrahmt - einem Kleinhüninger und Kleinbasler.

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