Alle Tickets für den ersten Besuchertag waren ausverkauft. Unter dem Motto "Eine bessere Stadt, ein besseres Leben" dreht sich die Expo in der ostchinesischen Hafenstadt um Lösungen für nachhaltige Stadtentwicklung.

Mit der Rekordzahl von knapp 250 teilnehmenden Ländern und Organisationen, dem bisher grössten Expo-Gelände und erwarteten 70 Millionen Besuchern über sechs Monate ist es schon heute die grösste Weltausstellung aller Zeiten.

Nach chaotischen Szenen beim Probelauf vergangene Wochen schienen die Sicherheitskontrollen den Ansturm gut zu bewältigen. Mit 350'000 Besuchern hatten die Organisatoren den Strom aber auch begrenzt - ursprünglich sollten täglich 400'000 zugelassen werden.

Vor den Pavillons bildeten sich schnell lange Schlangen. Doch die Atmosphäre war deutlich lockerer als beim Versuchsbetrieb.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso eröffnete mit Aussenkommissarin Catherine Ashton den ersten europäischen Pavillon in der 159-jährigen Expo-Geschichte als "ein Zeichen der besonderen Beziehungen zwischen der EU und China".

Auch der Schweizer Pavillon öffnete seine Tore. Die Verantwortlichen rechnen mit insgesamt 2,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegheiten (EDA) bekannt gab.

Die Schweiz präsentiert sich in China auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern. Der Schweizer Pavillon setzt sich mit dem Thema "Interaktion zwischen Stadt und Land" auseinander.

Der Bau präsentiert sich als offenes und hybrides Gebilde aus Technik und Natur, das Stadt und Land in sich vereint. Umhüllt wird der Baukörper von einer transparenten Fassade aus einem grobmaschigen Drahtseilnetz mit insgesamt 10'000 Zellen.

Im Innern der Ausstellung begegnen die Besucher zwölf Schweizerinnen und Schweizern, die vor einer riesigen IMAX-Projektion mit Schweizer Berglandschaften stehen und dem Publikum aus ihrem Leben in der Schweiz erzählen.