Umwelttage
Grosse Sause im Dienst der Umwelt

Am 5. und 6. Juni finden erstmals die Umwelttage Basel statt mit einem Strauss von Aktionen.

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Aargauer Zeitung

Toprak Yerguz

Basel wird am 5. und 6. Juni den internationalen Tag der Umwelt mit zahlreichen Festivitäten begleiten. «Eine ganz grosse Kiste» soll der Anlass werden, hofft Jürg Hofer, Leiter des Amts für Umwelt und Energie: «Wir haben uns gedacht: Entweder machen wir voll mit oder gar nicht. Nur einen einzelnen Stand aufzustellen, bringt nichts.» Dementsprechend werden grosse Teile der Innenstadt ganz im Zeichen der Veranstaltung erscheinen.

Die Gegend zwischen Kaserne und Barfüsserplatz wird Zentrum der Aktivitäten sein, auch wenn sich einzelne Stationen ausserhalb dieses Perimeters befinden werden. Dafür wird eigens ein Shuttle-Service zur Verfügung gestellt. Isolationen, Mobilität, Artenvielfalt, Lichtverschmutzung, Trinkwasserqualität: Was auch nur im entferntesten mit Umweltschutz zu tun hat, wird an den Umwelttagen zur Sprache kommen.

«Es geht uns nicht nur darum zu informieren, sondern Umweltschutz erlebbar zu machen», erklärte Guy Morin. Deshalb werden die Besucher nicht nur durch Stellwände passiv über die Themen aufgeklärt, sondern sie können selbst an Aktivitäten teilnehmen. Am Stand der BVB kann man beispielsweise eine Abgasmessung an alten und neuen Busmodellen vornehmen und so hautnah den Unterschied im Schadstoffausstoss sehen.

Einen Einblick in die Abwasserproblematik vermittelt ein aussergewöhnlicher Spaziergang durch einen Tunnel unter dem Rhein. Im Programm finden sich 53 solcher Standplätze, die verschiedenste Themen aufgreifen. «Wir hoffen, dass die Leute dort angeregt werden, ihr Verhalten in Sachen Umweltschutz zu ändern», äusserte sich Morin.

Er unterstützt in seiner Funktion als Regierungspräsident seinen Regierungskollegen Christoph Brutschin, um den Umwelttagen mehr Bedeutung zu verleihen. Der Anlass ist eigentlich Brutschins Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt unterstellt. «Wir wollen die Bevölkerung für diese Anliegen gewinnen», erklärte Morin. Basel nehme in der Schweiz eine Pionierrolle in Sachen Umweltschutz ein, was jedoch nur dank der Unterstützung der Basler Bevölkerung ermöglicht worden sei. Das solle weiterhin so bleiben.

Erstmals in Basel

Der Kanton Basel-Stadt macht zum ersten Mal beim Tag der Umwelt mit, der auf eine UNO-Konferenz aus dem Jahr 1972 zurückgeht und seither jährlich gefeiert wird. Unterstützt wird er bei der Durchführung von eigenen staatlichen Stellen, aber auch von über zwei Dutzend Umweltschutzorganisationen und privaten Organisationen.

Das Budget beläuft sich auf rund eine Viertel Million Franken. Unter anderem habe man die Kassen für Öffentlichkeitsarbeit der diversen involvierten Stellen für diesen Anlass eingesetzt, sagte Hofer. Ein Hauptsponsor habe ausserdem «eine erkleckliche Summe» zum Gesamtbetrag beigetragen.

Zürich habe die Umwelttage bereits dreimal gefeiert, weiss der Projektleiter der Basler Umwelttage René Etter. Dort seien bei der letztjährigen Durchführung 20 000 Besucher gezählt worden. Für die Premiere in Basel erwarte man 10 000 Besucher, um den Anlass als Erfolg zu werten. Dann sollte es auch weitere Basler Umwelttage in den Folgejahren geben.

Vollständiger Veranstaltungskalender auf: www.umwelttage-basel.ch

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