"Wir hoffen, dass die Schweizer uns als Alternative zum bisherigen Angebot annehmen", sagte Andreas Pohl, Chef von Lidl Schweiz. Wer auf noch billigere Preise hoffte als bei Aldi, wurde jedoch enttäuscht. "Ein Warenkorb bei Lidl ist etwa gleich teuer wie jener bei Aldi", sagte Pohl. Vor allem bei den Eigenmarken bewege man sich etwa auf dem selbem Niveau.

Tatsächlich sind einige Artikel bei Aldi und Lidl exakt gleich teuer. Identische Preise findet man etwa bei Spaghetti (1.15 Franken pro Kilo), einem Liter Vollmilch (1.25 Franken) und 500 Gramm Ruchbrot (1.19 Franken). Etwas billiger ist Lidl hingegen beim WC-Papier: 10 Rollen kosten 3.29 Franken, bei Aldi 70 Rappen mehr.

Unter die Kunden mischten sich auch Vertreter der Gewerkschaft Syna. Man habe sich den Laden und die Arbeitsbedingungen selber ansehen wollen, sagte Zentralsekretär Carlo Mathieu.

Auch die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) interessierte sich für den Discounter Lidl. Dieser werbe bezüglich Produktionsmethoden von Früchten und Gemüsen mit falschen Aussagen, ist die SKS überzeugt und droht mit einer Klage.

Konkret geht es um Aussagen in der Werbebroschüre "emotion", in der Lidl "Suisse-Garantie"-Lebensmittel anpreist, die "ohne den Einsatz von Chemie und Gentechnologie" produziert worden seien. "Suisse-Garantie" gebe aber lediglich Auskunft über die Herkunft, sagte die SKS-Geschäftsleiterin. Zudem dürften "Suisse-Garantie"-Produkte durchaus mit Hilfe von chemischen Pflanzenschutzmitteln hergestellt werden.