Klimawandel

Grönlands Eisdecke schmilzt immer schneller

Berge und Gletscher in Grönland

Berge und Gletscher in Grönland

Grönlands Eisdecke schmilzt immer schneller. Satellitenmessungen und ein Computermodell bestätigen laut einer Studie unabhängig voneinander, dass sich die Schmelze seit Jahren beschleunigt.

Damit steigt auch der Meeresspiegel immer rascher an, wie Wissenschaftler in der jüngsten Ausgabe des US-Fachmagazins "Science" berichten.

Die Berechnungen zeigten, dass sich der "Verlust des Grönlandeises seit Ende der 90er Jahre beschleunigt, und die Ursachen legen nahe, dass sich dieses Phänomen in der nahen Zukunft fortsetzen wird", erklärte Mitautor Jonathan Bamber von der britischen Universität Bristol.

Zwischen 2006 und 2008 schmolzen den Angaben zufolge pro Jahr etwa 273 Kubikkilometer Eis, was einen Anstieg der Meeresspiegel um etwa 0,75 Millimeter pro Jahr bedeutete. Seit 2000 verlor die Eiskappe insgesamt 1500 Kubikkilometer, dies bedeutete einen Anstieg der Ozeane um fünf Millimeter.

Ein Teil des Schmelzwassers auf der Eisdecke gefriert unter der winterlichen Schneedecke wieder, sonst wäre der Verlust seit sogar 1996 doppelt so hoch.

Würde das gesamte Grönlandeis abtauen, stiege der Meeresspiegel um sieben Meter, viele Inselstaaten würden komplett untertauchen. Gletscherforscher Bamber zeigte sich von der Richtigkeit der Annahmen überzeugt. Für sie spreche, dass zwei "völlig verschiedene" Methoden das Phänomen bestätigten.

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