Marc Hammel

Um die Radonbelastung besser beurteilen zu können, hat der Kanton Bern im vergangenen Jahr sämtlichen Oberaargauer Gemeinden mit erhöhtem Radonrisiko kostenlose Messungen angeboten. So auch in Herzogenbuchsee, wo im Winter 2008/2009 in insgesamt 318 Liegenschaften während dreier Monate ein so genanntes Dosimeter die Belastung mass.

Da und dort Nachmessungen erforderlich

Ausgewertet wurden die Messungen von der Firma Geotest in Zollikofen. Dabei wurde in immerhin 21 Fällen eine Radonkonzentration über dem Grenzwert von l000 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) festgestellt. In weiteren 83 Fällen lag die Belastung zwischen 400 und 1000 Bq/m3. Die restlichen 214 Messungen ergaben Werte unter dem Grenzwert von 400 Bq/m3.

Wo der obere Grenzwert von 1000 Bq/m3 überschritten wird, sind die Hausbesitzer von Gesetzes wegen verpflichtet, aktiv zu werden. Konkret bedeutet dies für die Hausbesitzer, dass sie eine Nachmessung vornehmen lassen müssen.

Die Hausbesitzer sind gefordert

Bestätigen sich die Werte, besteht eine Sanierungspflicht. Bei den Messungen, die zwischen 400 und 1000 Bq/m3 lagen, werden bauliche Massnahmen empfohlen. Spätestens bei der nächsten Renovation sei dann darüber nachzudenken, wie es von Seiten der Behörden heisst.

Infos zum Thema Radon: www.bag.admin.ch sowie www.be.ch/geoportal