Weihlaufi
Grenzenloses Flanieren über die Weihnachtsbrücke

Wie vielerorts weihnachtet es auch in Laufenburg sehr. Hier allerdings gleich im Doppelpack, präsentierte doch das Altstadtteam von Badisch-Laufenburg gemeinsam mit Gewerbe Region Frick-Laufenburg die 6. Altstadtweihnacht.

Merken
Drucken
Teilen
Feierlich
4 Bilder
Brücke Grenzenlos: Die Laufenburger Brücke verbindet.
Krippen Krippen: Weihnachtsdekoration findet guten Absatz.
Glitzernd Glitzernd: Das goldene Knusperbrezelhäuschen.

Feierlich

Aargauer Zeitung

Werner Hostettler

Düfte von heissen Marroni, pikanten Grillwürsten, goldenen Brezeln, würzigem Walliser Raclette und ebensolchem Bündner Käse sowie wärmenden Flüssigkeiten aller Art lockten von Freitag bis gestern Sonntag viele Besucher aus nah und fern in die beiden Altstädte am Rhein. Die alte Rheinbrücke mit den aufgestellten Holzhütten-Marktständen wurde nicht nur zur «Weihnachts-Flaniermeile», sie war zugleich die direkte Verbindung zwischen den beiden feiernden Orten.

In seinem Willkomm während der offiziellen Eröffnung auf Schweizer Seite unterstrich René Leuenberger als Vertreter von Gewerbe Region Frick-Laufenburg: «Unser Weihnachtsevent hier in Laufenburg wächst, dies in erster Linie dank dem gemeinsamen und grenzüberschreitenden Wirken. Im Sinne von ‹zwei Länder, eine Stadt und eine Weihnacht› ziehen wir alle am gleichen Strick und in die gleiche Richtung.» Vizeammann Ursula Jutzi ihrerseits würdigte im Namen des Gemeinderates den grossen Einsatz aller Beteiligten.

Flair und Gastfreundschaft

Weihnachtsmärkte wie derjenige beider Laufenburg dienten ursprünglich dazu, den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit zu bieten, sich mit winterlichem Bedarf einzudecken. Diese Gelegenheit bot sich auch während der Laufenburger Altstadtweihnacht, jedenfalls konnten sich jene Besucher, die ihre Kleidung nicht den Minustemperaturen angepasst hatten, unter anderem mit wärmenden Socken oder Mützen eindecken. Abgesehen davon boten diverse Festbeizli wie etwa das Stübli des Feuerwehrvereins die Möglichkeit, sich nicht nur äusserlich zu erwärmen.

Dies taten auch Versicherungsmakler Uwe Jde und Apothekenhelferin Silvia Zirkenbach aus dem badischen Wehr: «Wir beide kommen sehr gern auf einen Sprung über den Rhein hierher, weil wir nicht nur das besondere Flair dieses Weihnachtsevents schätzen, sondern auch die in der Schweiz gelebte Gastfreundschaft. Wir fühlen uns hier richtig wohl.»

Fester Bestandteil geworden

In der Altstadt von Badisch- Laufenburg präsentierten 47 Anbieter ihre Waren, im schweizerischen Teil luden 42 Stände zum Bummeln, Geniessen und natürlich auch Kaufen ein. Erstmals wurden auf Schweizer Seite einheitliche Holzhüttchen aufgestellt. Eines davon hatte Bäckermeister Guido Maier mit seinem Team in ein goldenes Knusperbrezelhäuschen verwandelt, nicht weit davon rührten Pontoniere kräftig im Marroni-Bratofen und noch ein paar Schritte weiter lockte die Metzgerei Boll aus Görwihl im Hotzenwald mit leckeren Spezialitäten vom Grill.

Brigitte Chymo vom Kultur- und Verkehrsamt Badisch-Laufenburg: «Für den Markt hatten wir noch nie so viele Anmeldungen wie in diesem Jahr.» Und Silvia Blaser, Leiterin des Verkehrsbüros Laufenburg Schweiz, stellt fest: «Die Altstadtweihnacht ist zu einem festen Bestandteil des weihnachtlichen Brauchtums geworden.» Der gestrige Sonntag schliesslich stand vorwiegend im Zeichen eines vielfältigen Rahmenprogramms für Kinder.