Vandalismus

Graffiti-Anklage gegen Schweizer: Urteil am Donnerstag

Sprayer

Sprayer

Der wegen Graffiti-Schmierereien in Singapur angeklagte Schweizer muss am Donnerstag erneut vor Gericht erscheinen. Das entschied ein Richter bei einer kurzen Anhörung.

Nach Angaben einer Gerichtsmitarbeiterin soll der 32-Jährige sich dann schuldig oder nicht schuldig bekennen. Der Computerfachmann ist unter anderem wegen Vandalismus angeklagt. Bei einem Schuldspruch droht ihm die Prügelstrafe.

Der Schweizer zeigte bei dem kurzen Auftritt keinerlei Regung und äusserte sich nicht vor der wartenden Presse. Er wird beschuldigt, im Mai zusammen mit einem Komplizen in ein U-Bahnwagen-Depot eingedrungen sein und dort zwei Waggons mit Graffiti besprüht haben.

Blitzsaubere Stadt

Der Einbruch wurde zunächst nicht entdeckt. Der U-Bahnzug war mindestens einen Tag mit dem Graffiti im Einsatz, weil Angestellte dachten, das Bild sei eine clevere Werbung. Die U-Bahngesellschaft war peinlich berührt, weil der kaputte Zaun nicht sofort entdeckt worden war. Ausserdem legt Singapur Wert auf sein Image als blitzsauberer Stadtstaat.

Deshalb kann Vandalismus dort mit Stockschlägen bestraft werden. Der Schweizer sass zwei Tage im Untersuchungsgefängnis, ehe er die Kaution in Höhe von 100'000 Singapur-Dollar (gut 80'000 Franken) hinterlegen konnte. Als Komplize wird ein Brite gesucht, der Singapur aber vor einer Festnahme verlassen hat.

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