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GPS sorgen am Gotthard für verstopfte Kantonsstrassen

GPS löst Problem nicht

GPS löst Problem nicht

Am Wochenende ist vor den Portalen des Gotthard-Tunnels wieder mit kilometerlangen Kolonnen zu rechnen. Mit Hilfe ihres GPS werden viele Automobilisten versuchen, den Stau zu umfahren - dies wiederum bringt die Kantonsstrassen an den Rand des Kollapses.

"Die Unwissenheit der Automobilisten kam uns früher entgegen", sagte Marco Guscio, der Chef der Tessiner Verkehrspolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Der Verkehr habe sich so auf die Autobahn konzentriert. Nur Insider hätten bei Stau vor dem Gotthard-Südportal die Autobahn in Quinto verlassen und die Strasse über den Gotthard-Pass benutzt.

"Dank den modernen GPS weiss nun aber auch ein Usbeke, dass er auf die Kantonsstrasse ausweichen kann", sagt Guscio, der schätzt, dass mittlerweile eines von zwei Autos mit einem GPS ausgerüstet ist.

Als Alternative bietet sich nicht nur die Fahrt über den Pass an. Beliebt ist auch die Variante "in Quinto raus, in Airolo wieder rein". Denn der Autobahnzubringer in Airolo wird laut Guscio bei Stau prinzipiell nicht geschlossen - im Gegensatz zur Einfahrt vor dem Nordportal in Göschenen im Kanton Uri.

An den vergangenen beiden Wochenenden sperrte die Urner Polizei nicht nur die Einfahrt Göschenen. Sie wandte bei der Ausfahrt in Erstfeld auch noch eine Art Tropfenzähler-System an. Damit wollte sie verhindern, dass zu viele Automobilisten auf die Kantonsstrasse ausweichen.

"Kommt es zu einem Stau, dann wollen alle in Erstfeld die Autobahn verlassen", sagte Heini Meier von der Urner Kantonspolizei auf Anfrage. Die Kantonsstrasse müsse aber als Notachse stets befahrbar sein, nicht zuletzt für Feuerwehr und Rettungskräfte. Laut Meier sind im Kanton Uri "die beiden gröbsten Wochenende des Jahres wohl vorbei".

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