Gotthard-Autobahn nach Felssturz wieder offen

Autobahn wieder einspurig befahrbar

Autobahn wieder einspurig befahrbar

Die Gotthard-Autobahn ist nach rund 36-stündiger Sperre wieder offen. Nach dem Felssturz bei Amsteg UR in der Nacht auf Sonntag besichtigten die Fachleute am Morgen die Abbruchstelle und gaben danach Entwarnung.

Der Felssturz an der Westflanke des Bristenstocks ereignete sich in der Nacht auf Sonntag kurz nach Mitternacht. Etwa 10 Kubikmeter Fels und Steine donnerten zu Tal. Zwei grössere Brocken von je 1 Kubikmeter landeten auf der Autobahn. Die übrigen Brocken blieben in Fangnetzen hängen.

Entstanden ist ein drei Quadratmeter grosses Einschlagloch von rund einem halben Meter Tiefe. Vier in Richtung Süden fahrende Autofahrer hatten einiges Glück. Obwohl sie den Felsen nicht mehr ausweichen konnten, blieben sie unverletzt. Ihre Fahrzeuge wurden stark beschädigt.

Die Autobahn wurde daraufhin für jeglichen Verkehr gesperrt. Wegen des schlechten Wetters konnten Geologen am Sonntag die Abbruchstelle nicht mehr mit dem Helikopter anfliegen und analysieren. Im Verlaufe des Sonntags wurde die unterhalb der A2 liegende Kantonsstrasse für den Lokalverkehr wieder geöffnet.

Am Vormittag fand eine Besichtigung der Abbruchstelle durch Fachleute statt. Aus dem Helikopter und zu Fuss wurde das Gebiet erkundet. Die Beurteilung der Geologen vor Ort, so heisst es in einem Communiqué des Bundesamts für Strassen (ASTRA), habe ergeben, dass unmittelbar keine weiteren Abbrüche zu erwarten seien.

Deshalb hat das ASTRA beschlossen, den Verkehr auf der Autobahn A2 ab Montagmittag wieder freizugeben. Wegen den entstandenen Belagsschäden wird die Autobahn jedoch in beide Richtungen bis auf Weiteres nur einspurig geführt.

Die Reparaturarbeiten sollen zwischen 3 bis 5 Tage dauern, sagte Thomas Rohrbach vom ASTRA auf Anfrage. Erst danach werde entschieden, ob die Strasse zweispurig freigegeben wird.

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