Golfplatz geht in die nächste Runde

Gegen den Entscheid der Gemeindeversammlung von Bad Zurzach vom 19. November, im Gebiet «Barz» eine Golfplatzzone auszuscheiden, ist das Referendum ergriffen worden.

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Golfplatz geht in die nächste Runde

Golfplatz geht in die nächste Runde

Angelo Zambelli

Nach langer und intensiver Diskussion über das Für und Wider eines Golfplatzes hat die von 397 Stimmberechtigten besuchte Gemeindeversammlung einen klaren Entscheid gefällt: In geheimer Abstimmung sprachen sich 255 Stimmberechtigte für die Nutzungsplanänderung und die Ausscheidung einer Golfplatzzone in der «Barz» aus, 136 stimmten dagegen.

Nun möchten die Gegner des Golfplatzes diesen Entscheid an der Urne umstossen. Eine Gruppe um das Landwirte-Ehepaar Barbara und Hansruedi Blatter hat 383 Unterschriften gesammelt und am Freitagmorgen auf der Gemeindekanzlei Bad Zurzach abgegeben. Für die Gültigkeit des Begehrens sind 230 gültige Unterschriften erforderlich.

Barbara und Hansruedi Blatter begründen ihr Vorgehen mit dem Hinweis, der grosse Aufmarsch an der Gemeindeversammlung sei von der IG Golf organisiert worden und der gefällte Entscheid entspreche nicht der durchschnittlichen Bürgermeinung.

Die Familie Blatter macht in einer schriftlichen Mitteilung zum Referendum geltend, dass sie an der Gmeind als Verweigerer dargestellt worden sei, die das angebotene Gespräch stur ablehne. «Tatsache ist vielmehr, dass wir jahrelang für eine Gesamtlösung Hand geboten haben», schreiben Blatters in ihrer Erklärung. Das Ehepaar wehrt sich gegen die von Andreas Edelmann als Vertreter der Arbeitsgruppe Golf getätigte Aussage, mit vier von fünf Landwirten sei eine Einigung erzielt worden, nur mit ihnen nicht. Dabei werde verschwiegen, dass diese vier Landwirte, denen zum Thema Verträge ein Maulkorb verpasst worden sei, nur rund die Hälfte des Landes im Golfplatzperimeter bewirtschaften. Die andere Hälfte betreffe den Barzhof. «Mit Verträgen mit weniger betroffenen Landwirten wollte man Druck auf uns Hauptbetroffene machen», begründen die Blatters die Lancierung der Initiative weiter.