golf golfen 9-loch reha rheinfelden golfplatz charity projekt peter rombach Golf-Reha Charity Rheinfelden

Golf führt zu medizinischen Wundern

Das Projekt Golf-Reha läuft erfolgreich. Dass sich die Kooperation zwischen Golfplatz und Reha Rheinfelden bewährt, zeigte ein Charity-Turnier.

Peter Rombach

Die Golf Medical Clinic gehört seit zwei Jahren zum sportmedizinischen Konzept. «Sicherlich nur ein kleines Segment», räumt Matthias Mühlheim ein. Der Administrative Direktor der Reha Rheinfelden hält es für wichtig, Synergien zu nutzen, «wenn wir hier schon einen Golfplatz haben».

Ausgemachtes Ziel der Golf-Reha ist es, die Rehabilitation von Golfspielern zu optimieren, aber auch präventiv zu wirken. Angesprochen sind vorrangig Sportler und Sportlerinnen mit Rücken-, Schulter-, Hüft- und Kniebeschwerden, denen ein individuell zugeschnittenes Trainingskonzept angeboten wird, «das golfspezifische und therapeutische Elemente optimal vereint», wie es seitens der Reha heisst. Die Betreuung erfolge durch erfahrene Golftrainer, Sportmediziner und Physiotherapeuten.

Topmoderne Golfanlage

Das Team bilden Thierry Münch, Facharzt für orthopädische Chirurgie, Golf-Physio-Trainer Mercurio Marturana sowie Golfexperte und Turnierspieler Andrew J. Cullen. Das Behandlungs- und Trainingsangebot richtet sich übrigens an Golfspieler aller Leistungsklassen, also vom Anfänger bis hin zum Spitzensportler. Die Experten räumen jegliche Zweifel aus: «Gesundheitsorientiertes Golfspiel eignet sich hervorragend für Menschen mit Herz-, Kreislauf und Gelenkproblemen, stärkt Koordination, Konzentration und Psyche.»

Urs Schnyder, Delegierter der Golfplatz Rheinfelden AG, ist zufrieden mit dem bisherigen Projektverlauf. Die 9-Loch-Anlage eigne sich hervorragend für derartige Projekte. Auf der Driving Range stehe beispielsweise ein Videosystem zur Schwunganalyse, inklusive Grossbildschirm, zur Verfügung. Dass bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit der Golf Medical Clinic ein Wohltätigkeitsturnier durchgeführt werden konnte, empfindet er als «ganz tolle Sache».

Stiftung leistet wertvolle «Querfinanzierung»

Gegen vierzig Golferinnen und Golfer zogen am Donnerstag ihre Kreise auf der attraktiven Anlage. Ihr Einsatz erfolgte zugunsten der Gemeinnützigen Stiftung des Pädiatrischen Therapiezentrums der Reha Rheinfelden. Wöchentlich gibt es rund 250 Therapien für Säuglinge, Klein- und Schulkinder sowie Jugendliche. «Unser Ambulatorium ist eines der grössten in der Schweiz, das aber nicht kostendeckend arbeitet», unterstreicht Matthias Mühlheim.

Dass Kindertherapien aufwändig sind, betont auch Chefarzt und Medizinischer Direktor Thierry Ettlin. Wenig begeistert zeigt er sich über die «Unklarheiten» bei Kostenübernahmen durch Krankenkassen oder IV. Manche Therapieformen würden «nicht adäquat entschädigt». Aus Mühlheims Sicht leistet die Stiftung dann wertvolle «Querfinanzierung».

Meistgesehen

Artboard 1