Laufental

Glückliches Ende einer Odyssee

In Laufen wurde die 111. Erdgastankstelle der Schweiz eröffnet.

Erdgastankstelle_Laufental

In Laufen wurde die 111. Erdgastankstelle der Schweiz eröffnet.

Im Laufental ist die erste Erdgastankstelle eröffnet worden – nach einer langen Standortsuche Von der Idee, mit einer Erdgas-Tankstelle die Versorgungslücke im Laufental mit dem umweltfreundlichen Treibstoff zu schliessen bis zur Umsetzung verstrichen rund sechs Jahre. Gestern wurde die Laufner Anlage eröffnet.

Heiner Leuthardt / hrl

Der tiefe Brennstoffpreis, der mit dem Hinweisschild auf die jüngste Tankstelle im Laufental hinweist, lässt die Autofahrerherzen erfreut stocken. Aber die Freude verfliegt bei all jenen rasch, die nicht Besitzer eines erdgasbetriebenen Fahrzeugs sind. Denn die Tankstelle, die an der Baselstrasse 160 auf dem Areal der Bieli Transporte AG steht, spendet nur Erdgas.

Betrieben wird die 12. Erdgas-Tankstelle der Nordwestschweiz, und die 111. der Schweiz, von der GASAG. An dieser sind die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) sowie verschiedene Laufentaler und Thiersteiner Gemeinden beteiligt, wie GASAG-Geschäftsführer Andreas Thüler bei der offiziellen Eröffnung der Erdgas-Tankstelle gestern erklärte. Er freute sich, dass nach der über sechsjährigen Odyssee nach einem geeigneten Standort auf dem Areal der Bieli Transporte ein ideale Lösung realisiert werden konnte.

„Die Suche nach einem Standort benötigte massiv mehr Zeit als die Realisierung der Anlage selber", fasste Andreas Thüler den Projektverlauf zusammen. Die Idee sei erstmals 2003 lanciert worden. Danach begann die intensive Suche im Laufental und im Thierstein nach einem geeigneten Standort gestartet. Vorab wurden Lösungen auf der Achse Zwingen Laufen geprüft und dies in Kombination mit den bestehenden Tankstellen. Dabei kamen nur Standorte in Frage, bei der eine Gasleitung von gegen 5 Bar Druck in der Nähe vorbeiführt, an die man auf möglichst kurzem Weg sich anschliessen kann. Zudem sollte der Standort möglichst im Bereich der H18 sein, für eine Anlage, die im Schnitt 500‘000 Franken kostet.

„Wir prüften verschiedene Standorte, die aber an den Kosten scheiterten." Urs Bieli, der auf seinem Betriebsareal ein Neubau erstellte und die Problematik der Erdgas-Tankstelle kannte, bot der GASAG sein Gelände als Standort an. „Ich entschied mich das neue Gebäude mit Erdgas zu beheizen, dazu musste ohnedies eine Anschlussleitung erstellt werden", erklärt Urs Bieli den Vorschlag Im August 2008 entschied man sich für den Standort und rekordverdächtig schnell konnte das Projekt realisiert werden. Ein Bedarf besteht, das zeigte sich bei der Einweihung. Da wurde nicht nur das Auto von Stadtpräsidentin Brigitte Bos betankt, immer wieder kamen auch Kunden.

Die Stadtpräsidentin versicherte schmunzelnd, dass die Anlage nicht wegen ihr gebaut worden sei. Die Idee stamme von ihrem Vorgänger Urs Steiner, sie habe erst später ein Erdgasauto gekauft. Die Stadt überlege sich nun vermehrt erdgasbetriebene Fahrzeuge einzusetzen. Dies ist auch die Absicht von Urs Bieli in seinem Transportunternehmen. Das freut den Geschäftsführer des Gasverbunds Mittelland, Hans Wach, der für gasbetriebene Fahrzeuge warb. Er betonte, dass die Nordwestschweiz über ein gutes Erdgas-Tankstellennetz verfüge. „Auf dem Areal der Kehrichtverbrennung wird für den Moment die letzte neue Anlage der Nordwestschweiz demnächst eröffnet."

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